Die Kolumne von Sperling: Griechenland versus Iran – wer kapituliert schneller?

Ausgabe März 2012

Zurzeit kollabiert ja so einiges: der Bundespräsident, die katholische Kirche, Griechenland, der Iran, der Verfassungsschutz, der Euro usw.

Was dem kritischen Leser nicht vorenthalten werden soll, ist, dass uns demnächst ein gewaltiger gesellschaftlicher Umbruch bevorsteht, was für viele den Verlust des Wohlstands bedeuten wird, denn der beste Schuldenzahler ist immer noch der „kleine Mann“. Was hat das nun mit den eingangs wild eingestreuten Begriffen zu tun?

Alle genannten Personen, Institutionen, Staaten befinden sich in einer sogenannten Krise, mehr oder weniger selbst verschuldet. Zu all diesen Themen hagelte es ermüdende und sattsam bekannte Kommentare – ich möchte weder Zeilen schinden noch ähnlich Sinnloses, wie etwa in den vergangenen Tagen über Herrn Wulff fabriziert wurde, weiter ausführen, doch gibt es an der heuchlerischen Affäre Wulff etwas, das ich gerne hinterfragt sähe. Wenn es für den multikulturell angesagten Expräsidenten je einen Rücktrittsgrund gegeben hat, dann die Duldung religiöser Hetze und Diskriminierung von Minderheiten, von der eine der Piusbruderschaft nahestehende Familie nach einer Einladung des Staatsoberhauptes zu berichten wusste. Der eigentliche Skandal an der Geschichte war, dass der Fall der Wiederausladung weithin unbeachtet blieb.

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Leserbrief an die DGW-Redaktion & Antwort

Guten Tag,

ich bin Studentin und auf dem Weg zu einer Prüfung sah ich Ihre Zeitschrift am Bahnhof liegen. Ganz unschuldig und unscheinbar lag sie da, so wie die Dinge, die etwas zu verbergen haben. Da Dinge, geehrt mit dem katholischen Banner, höchstwahrscheinlich reißerische Thesen und abstruse Gesinnungskundgebungen verbergen, griff ich das Heft auf und öffnete die Büchse der Pandora und wurde nicht enttäuscht.

Ungeheuerlich, Sie schimpfen sich gute Menschen, nein, die höchsten Menschen. Christ sein bedeutet laut ihrer Meinung, rein zu sein, Moral zu kennen, die Wahrheit zu kennen, den richtigen Weg zu gehen, Verirrungen zu entlarven. Und die anderen Menschen, die „Untermenschen“, was sind die? Ach ja, Buddhisten, Protestanten, Atheisten – willkommen in der Hölle, kann man da nur schreien (ein geistreiches Zitat von dem nicht weniger geistreichem François Pivert).

Leider hat der Irrweg viele Abzweigungen und nur wenige erkennen überhaupt, dass sie sich auf dem Irrweg befinden. Ich erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass auch Sie auf jenem Irrweg wandeln. Nachdem Sie die Abzweigung „Ausgrenzung“ genommen haben, auch dem Schild mit der Aufschrift „Diskriminierung“ gefolgt sind und dann zu allem Übel auch die Biegung Richtung „Toleranz“ verpasst haben, sehe ich keine Chance mehr für Sie, aus dem Labyrinth der Verirrung herauszufinden.

François Pivert fiel mir besonders auf, mit seiner „wissenschaftlichen“ Abhandlung über die Kirchenkrise. Die Zeit reicht nicht aus, um diesen Text zu erläutern, zusammenfassend war er reißerisch in höchstem Maße, voller Verhetzungen, ethnischer Diskriminierung und chauvinistischen Parolen. Solch eine Gesinnung hat keinen Platz mehr in einer freien Gesellschaft und sollte keinesfalls an die Jugend gerichtet sein. Ihre junge Leserschaft sieht Sie als die Verkünder der Wahrheit an, Sie haben Verantwortung und sollen zur positiven Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Diese Jugendlichen sollen liberale, weltoffene, tolerante und nicht heteronome Menschen werden. Bedauernswerterweise lehren Sie genau das Gegenteil.

Ihr Gedankengut hat keinen Platz mehr auf dem Weg in eine bessere Welt, genauso wie Sie keinen Platz mehr auf diesem Weg haben.

“Das Christentum lehrt – seit Jesus –, alles zu hassen, was nicht Gott dient.” (Karlheinz Deschner, Historiker)

MFG Laura J.

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DGW-Exklusivinterview mit Dr. Klaus Obenauer

Im vergangenen Jahr hat der Bonner Theologieprofessor für Dogmatik, Hw. Karl-Heinz Menke, in einem Interview mit dem Kölner Domradio die Bemühungen des Papstes um eine Aussöhnung mit der Piusbruderschaft kritisiert. Daraufhin antwortete Dr. Klaus Obenauer, Theologe an derselben Bonner Fakultät, mit einem Internetkommentar, in dem er den Papst in seinen Bemühungen unterstützte. Friedrich Reusch befragte für Den Geraden Weg Dr. Obenauer über seine Beweggründe zu diesem mutigen Schritt.

 

DGW: Herr Dr. Obenauer, nach Ihrer Solidaritätsbekundung mit den Bemühungen des Heiligen Stuhls hinsichtlich einer Aussöhnung mit der Piusbruderschaft, war in der Fachwelt das Verständnis für das Recht eines Privatdozenten, den Willen des Heiligen Vaters öffentlich gutzuheißen, sehr begrenzt. Fühlen Sie sich gegenüber der Freiheit jener Theologen, die bei Papstberichterstattungen in sattsam bekannter Weise vor der Kamera aus einem reichhaltigen Themenrepertoire von Priestertum der Frau bis Aufhebung des Zölibats schöpfen dürfen, ungerecht behandelt? Wirkt es verstörend, dass es Mut braucht, sich als katholischer Privatdozent mit dem Papst zu solidarisieren?

Dr. Obenauer: Der Satz des hl. Thomas, wonach natürlicherweise der Teil das Ganze mehr liebt als sich selber, bedeutet mir viel; und bei allem Wissen um die Vielschichtigkeit von Motiven glaube ich, etwas davon bei meinem „Unternehmen“ gespürt zu haben. Von daher wäre es fehl am Platze, über (zumal erst anfänglich eingetretene) Konsequenzen zu jammern. Und dankbar registriere ich eine Reihe von Zuschriften, von denen manche wirklich herzlich und wohltuend waren. – Ansonsten: Gut, ich bin nicht prominent. Aber etwas betroffen hat mich schon gemacht, dass (von Chef und engsten Mitarbeitern einmal abgesehen) aus der Fachwelt im engeren Sinne bis hin zu meinem Bekanntenkreis (!) rein gar niemand reagiert hatte; und wenn es nur: „Was machst denn du für Sachen?“ gewesen wäre. – Zudem ist mein „Problem“, dass ich eben nicht nur mit dem Anliegen des Papstes solidarisch bin, sondern darüber hinaus deutlich meine Hand „in Richtung Pius“ ausgestreckt habe, wie es sich in nächster Zukunft absehbarerweise nicht wiederholen wird. Und das Problem für die Sache ist, wie ich befürchte, dass sich paradoxerweise ein Privatdozent solchen oder ähnlichen Luxus mehr leisten kann als ein Ordinarius. Denn die konkreten Einbindungen schaffen ja „Zwänge“: „Ich mache mich ja unmöglich, wenn“; „wo soll ich meine Leute noch unterbringen, wenn?“ Johannes 12 versus finem (besonders Vers 42 f.!) ist hier geradezu eine zeitdiagnostische Schlüsselstelle.

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Sperlings Kolumne: kreuz.net – das Facebook der „religiösen Eiferer“?

Wer gegen Facebook wettert, sollte sich auch einmal über das „katholische“ Nachrichten- und Diskussionsportal kreuz.net Gedanken machen. Wie ein Boulevardblatt kommt es daher, berichtet Wahres neben Falschem und liefert neben erstaunlich gut und schnell recherchierten Artikeln (vieles würde man ohne kreuz.net überhaupt nicht erfahren!) anonym oder unter Pseudonym auch krude Konstrukte und abenteuerliche Theorien. Auch die Thematik reicht von einer Anti-Homo-Agenda, die sich im Schmutz (auch, was die Fotos angeht) geradezu suhlt, über das wahre Messopfer aller Zeiten bis hin zu menschenverachtenden Holocausttheorien und Politpropaganda und bildet so einen schillernd bunten Flickenteppich. Ein wahres Verwirrspiel bietet sich hier dem unbedarften Leser, der oft Mühe hat, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Von linken, atheistischen oder homosexuellen Kreisen als „Kreuzzügler“ bzw. Gift speiende „Kreuznattern“ angeprangert und mit der Piusbruderschaft gleichgesetzt (weil diese im Grundtenor meist relativ gut wegkommt), vergrätzt kreuz.net glaubenstreue Katholiken, die sich an den Geschmacklosigkeiten in der Berichterstattung, die oft bis unter die Gürtellinie gehen, gewaltig stören. Hinzu kommt ein grenzenlos offener Kommentarbereich, in dem jeder noch so abseitige Fanatiker jeglicher Couleur seine abstrusen Ideen absondern und ungeschminkt sowie oftmals unzensiert seine Mitdiskutanten auf das Übelste beleidigen darf. Mit der Forderung beispielsweise, den Papst zu kreuzigen, mit schlüpfrigen Anspielungen und eindeutig unsittlichen Angeboten, Katholikenbeschimpfung oder gar häretischen Predigten ist der Kommentarbereich von kreuz.net ein Tummelplatz für allerlei lichtscheue Schattengewächse, die sich mit ihren Pseudonymen und falschen Identitäten hinter ihren Bildschirmen verschanzen und dort ihr Unwesen treiben. Hier legt kreuz.net die Meinungsfreiheit offenbar sehr weit und großzügig aus …

Da stellt sich die Frage: Cui bono – wem nützt das?

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Abenteuer Indien

Abenteuer Indien

von Simon Banwart 

Mittwoch, der 29. Dezember 2009 – früher Nachmittag auf dem Flughafen von Tuticorin, Südindien. Am Dienstag des Vortages verließ ich mein Haus in der Ostschweiz. Von Zürich flog ich darauf über Dubai nach Chennai, Indien, bevor mich dann ein älteres Propellerflugzeug noch die letzten paar Stunden zu diesem kleinen örtlichen Flughafen, mit gerade mal einem Abflug und einer Ankunft täglich, brachte. Die Sonne brannte auf die Rollbahn, und während ich zum kleinen Flughafengebäude schritt, blickte ich auf die unbebaute dürre Halbsteppe, die die Landebahn umgab. Vor dem Ausgang erblickte ich einen einzelnen hellhäutigen jungen Mann mit drei neugierigen indischen Kindern. Nachdem ich meinen Koffer aus dem Gepäckberg befreit hatte, schritt ich unsicher lächelnd auf diese zu. „Welcome in India“, begrüßte mich der breit strahlende Westschweizer mit leichtem französischen Akzent. Es handelte sich dabei um Joseph Carron, dessen Einsatz schon zwei Monate dauerte, und der nach meiner Abreise, zwei Monate später, weitere zwei Monate in Indien seinen Mann stand.

Zunächst fuhren wir alle zusammen im prioratseigenen Ambassador, einem in diesem Teil Indiens – mit einem geschätzten Automarktanteil von 80 Prozent – als „Indien-Käfer“ bekannten allgegenwärtigen Modell, das seit 1957 mehr oder weniger unverändert produziert wird, über die staubige Straße Richtung Palayamkottai. Weiterlesen

Das Apostolat des Scheiterns

von Anton Löhmer

Der Katholik, welcher sich in seinem apostolischen Wirken der rationalen Argumentation bedient, ist mit Frustrationen vertraut: Bereits die Feststellung eines jeden Rhetoriklehrers, dass über die Glaubwürdigkeit eines Arguments nicht etwa dessen Inhalt, sondern in erster Linie Mimik und Gestik entscheiden, ist eine Verhöhnung des Geistes, welcher auf dem Weg der philosophischen und theologischen Erkenntnis der Wahrheit nachspürt. Der Vertrauensvorschuss, den ein intellektuell minderbemittelter, aber sympathischer und gewitzter Sophist[1] gegenüber einem brillanten, aber verbitterten und ungnädigen Dogmatiker genießt, zeugt von der Armseligkeit unserer Vernunft: Es ist der Fluch des menschlichen Erkenntnisprozesses, dass die Wahrheiten nur über die irrlichtumschwärmten Pfade der sinnlichen Wahrnehmung zu unserem Geiste gelangen und auch die klarsten Gewissheiten im Nebel der äußeren Form verschwinden können.

Der Mensch verfügt über zahllose Finessen, die ihn vor unbequemen und unzeitgemäßen Wahrheiten schützen. Besonders beliebt ist die Flucht in die Psychologie, wann immer die Argumente fehlen: Wer sich damit beschäftigt, welche Kindheitstraumata, welche Sozialisationsfaktoren und welche familiären Umstände einen Querdenker dazu bewogen haben mögen, den sicheren Pfad des Zeitgeistes zu verlassen, erspart sich die Frage, ob seine Behauptungen wahr oder unwahr sind. Ebenso kann ein Gehirnforscher einen Gedanken als Summe von Synapsenaktivitäten abschließend erklären, ohne sich auch nur einen Moment mit dessen Inhalt befasst zu haben. Während Aristoteles als Meister der Theorie mit Recht davon ausging, dass bestimmte Grundsätze des logischen Denkens von niemandem geleugnet werden können, eine im wahrsten Sinne des Wortes „zwingende“ Argumentation also möglich ist, sieht die praktische Erfahrung anders aus: Der Mensch zieht die Flucht in den Subjektivismus vor, anstatt auf dem Schlachtfeld der Logik unterzugehen. „Zu glauben, dass eine offenkundige Wahrheit, klar ausgedrückt, überzeugt, ist nur ein naives Vorurteil.“[2] Weiterlesen

Ist Abtreiben erlaubt? – Eine ethische Zurückweisung

von David Maria Ernst

Weshalb Ethik und nicht Moraltheologie?

Man sollte sich einmal ernsthaft die Frage stellen, warum man eigentlich nicht abtreiben oder unschuldige Menschen töten darf. Ist es denn wirklich so klar, dass jeder Mensch einen besonderen moralischen Status hat, der ihn vom Tier abhebt und ihm ein Recht auf Leben verleiht?

Hier könnte sofort der Einwand erhoben werden, dass es sehr wohl klar sei, weshalb Töten aus moralischen Gründen verboten ist. Gott verbietet schließlich im 5. Gebot zu töten, weil der Mensch nicht Herr über Leben und Tod ist.[1]

Außerdem versündigt sich jemand, der einen Menschen tötet, an Gott selbst, da der Mensch nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen ist. Durch das Töten legt man gewissermaßen an Gott selbst gewaltsam Hand an, indem man sein Bild zerstört.[2] Bei einer Abtreibung wird dem Ungeborenen zudem noch die Möglichkeit auf die Anschauung Gottes geraubt, da dieses ohne Taufe sterben müsste. Folglich sei eine Abtreibung aus moralischer Sicht nicht gestattet.

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Ursula von der Leyen und das Humankapital

von Anton Löhmer

Nach jahrzehntelanger Verdrängung ist die demographische Entwicklung im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der politischen Klasse zum relevanten Thema geworden: Die Alterung der Gesellschaft bedroht existenziell die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme. Da die seit Jahren konstant niedrigen Geburtenraten aufgrund des begrenzten Integrationspotenzials jeder Gesellschaft nicht allein durch Zuwanderung ausgeglichen werden können, ist die Erhöhung der Geburtenraten zum Überlebensimperativ unseres sozialen Systems und zum erklärten Ziel der Familienpolitik geworden. Lange Zeit wurde gegen jede politische Maßnahme zur Geburtenförderung sofort der ideologische Vorwurf eines völkischen Natalismus [Geburtenförderung zum Zweck des Volkserhalts, Anm. d. Red.] ins Feld geführt.

Die Familienpolitik verfolgt heute nicht mehr den Schutz der Familie als Selbstzweck, als gottgewollte Institution des menschlichen Lebens, sondern sie tritt zunehmend als rentenpolitisches Instrument auf: Die Unterstützung der Familie scheint nicht primär darauf ausgerichtet zu sein, den Kindern die optimalen Bedingungen für eine gesunde Entwicklung und den Eltern ein erfülltes Leben als Vater, Mutter und Ehegatte zu ermöglichen, sondern sie dient in erster Linie ökonomischen Zwecken, nämlich vor allem der „Produktion“ von Kindern als künftigen Beitragszahlern. Die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und der Ausbau der außerfamiliären Kinderbetreuung werden u. a. deshalb von nahezu allen Parteien als Inbegriff der Familienförderung propagiert[1], weil die Stabilität der Rentenversorgung einerseits höhere Geburtenraten erfordert, der Staat andererseits nicht auf die Berufstätigkeit der Eltern und damit auf ihre Steuerbeiträge verzichten möchte[2]. Die marktwirtschaftlichen Anforderungen maximaler Mobilität und Flexibilität der Erwerbstätigen sind jedoch nur zulasten der Familien und vor allem zulasten der Kinder zu verwirklichen. Die Negativfolgen insbesondere frühkindlicher Krippenerziehung für die kindliche Entwicklung und auch die Bedürfnisse der Eltern, insbesondere der Mütter, welche die Berufstätigkeit in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder oftmals als strapaziöse Doppelbelastung empfinden, bleiben politisch unberücksichtigt – Kinder wie Eltern werden auf diese Weise zu volkswirtschaftlichen Faktoren, zu „Humankapital“ degradiert. Weiterlesen

Medjugorje – Lügennetz und Sündenpfuhl (4. und letzter Teil)

von Friedrich Reusch, KJB St. Martin, Schwäbisch Gmünd

Kath.net – eine vergiftete Linzer Torte

Die katholische Zeitungspresse ist lau geworden; deutschsprachige Diözesanblätter sind oft nichtssagend bis glaubensgefährdend. Im Internet gibt es immerhin Angebote, die die entstandene Lücke zu füllen versuchen. Zweifellos ist unter diesen privaten Angeboten die Nachrichtenseite kath.net, die von Linz in Österreich aus betrieben wird, noch die „salonfähigste“, da sie teilweise redaktionell oder wenigstens ideell von kirchlichen Würdenträgern unterstützt wird: Am ehesten wird noch aus kath.net zitiert. Dadurch erhält die Seite den Anschein einer Objektivität und Unbedenklichkeit, die sie vielfach nicht aufweist. Speziell Artikel über die Priesterbruderschaft St. Pius X. entbehren regelmäßig jeglicher Objektivität. Was unser Thema anbetrifft und nach allem, was wir bis jetzt darüber wissen, muss gesagt werden, dass kath.net hier eine erhebliche Rolle spielt. Seit Jahren lässt die Seite Werbeanzeigen schalten, die für die mit Medjugorje verbundene Tourismusindustrie werben. „Silvester in Medjugorje“ heißt es da zum Beispiel. Das ist natürlich fast so gut wie „Silvester am Ballermann“ [dekadentes Strandszenelokal für deutsche Billigurlauber an der Platja de Palma auf Mallorca, Anm. d. Red.]. Auf der der Seite angeschlossenen Internet-Enzyklopädie kathpedia gibt es zudem einen schönfärberischen Beitrag über Medjugorje, der dem Ort und seinen Phänomenen eine faktische Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt. Woran liegt das? Vermutlich schlicht daran, dass die Betreiber der Seite um Chefredakteur Roland Noe selbst schon in Medjugorje waren, dort eine im Vergleich zur Kirche Österreichs (wen wundert es?) sehr lebendige und „hoch frequentierte“ Sakramentenspendung gesehen haben und diesen Ort nun als große Hoffnungsquelle sehen. Ist ihnen das zum Vorwurf zu machen? Zunächst einmal sicherlich nicht. Doch ist es nicht für Medienschaffende eine Pflicht, sich mit solchen strittigen Phänomenen differenziert auseinanderzusetzen? Die Umtriebe in Medjugorje dauern nun einmal schon fast 30 Jahre an, und die von uns gezeigten mafiösen Strukturen, unter denen sie entstanden und hochgepuscht worden sind und die den kath.net-Betreibern auch bekannt sein sollten, müssten doch eigentlich jeden nachdenklich werden lassen. Vor allem merken kath.net & Co. gar nicht, wie erpressbar sie sich durch ihr verkrampftes Festhalten an Medjugorje machen. Da unter allen Umständen eine kirchliche Anerkennung Medjugorjes durchgedrückt werden soll, schweigt die Medjugorje-Internationale zu tatsächlichen kirchlichen Problemen, um den jeweils zu beeinflussenden Purpurträger nicht zu vergrämen. Da wird nicht auf die Barrikaden gegangen gegen Hrdlicka-Blasphemien im Wiener Dommuseum, dafür kommt der Kardinal dann mal in den Wiener Stephansdom zu einem großen Medjugorje-Treffen inklusive Live-Erscheinung – so geschehen am 15. September 2009. Die Seherin Marija Pavlović-Lunetti war zu diesem Anlass angereist und präsentierte dann auch gleich ihre Erscheinung live, sie war dazu dick geschminkt mit der Frisur einer alternden Schlagersängerin gekommen, und auch ihr weit ausgeschnittener schwarzer Hosenanzug erinnerte eher an den Grand Prix der Volksmusik als an eine glaubwürdige Marienerscheinung. So weit ist das Niveau im Wiener Stephansdom gesunken: Wo vor ein paar Jahrzehnten noch der legendäre Domprediger Karl Raphael Dorr das katholische Wort schallend und kompromisslos verkündete, finden heute Homosegnungen von Dompfarrer Toni Faber oder skurrile „Erscheinungsshows“ statt. Gekommen war übrigens jene Pavlović, die im Sommer 1988 öffentlich zugab, der Muttergottes falsche Worte in den Mund gelegt zu haben.[1] Letztendlich wird alles aus der herzegowinischen Perspektive bewertet. Geben wir uns keiner Illusion hin: Eine kirchliche Gemeinschaft, die nicht „medjuphil“ ist, hat bei kath.net keine Chance. Zur Verifikation seien hier zwei Beispiele angeführt: Kurze Zeit nach dem Tod des Gründers der Servi Jesu et Mariae (SJM), Pater Andreas Hönisch, brachte kath.net einen rufschädigenden und niveaulosen Nachruf, der vorher im eher bedeutungslosen PUR-Magazin veröffentlicht worden war.[2] Das Ganze war übrigens mit einer entwürdigenden Überschrift übertitelt, in der schlicht von einem „Andreas Hönisch“ die Rede war. Was aber war Pater Hönischs Fehler? Der Nachruf liefert die Antwort: „Auch seine entschiedene Ablehnung der Marienerscheinungen in Medjugorje hatte ihn in den letzten Jahren in Distanz zu engagierten katholischen Jugendlichen und neuen kirchlichen Bewegungen gebracht, sodass Hönisch in den letzten Jahren an den religiösen Neuaufbrüchen katholischer Jugendgruppen kaum mehr beteiligt war.“[3] Wer, wie Pater Robert Bösner OSB Pater Hönisch besser kannte und wusste, wie sehr er sich gerade für seine Jugendgruppen bis zuletzt verzehrt hatte, war zurecht über derart üble, zumal posthume Nachrede skandalisiert. Pater Bösner veröffentlichte sodann auch eine Stellungnahme zu der pietätlosen Kampagne.[4] Darin wies er auch darauf hin, dass die Bezeichnung „Marienerscheinungsort“ für Medjugorje nicht erlaubt sei. Weiterlesen

Medjugorje – Lügennetz und Sündenpfuhl (Teil 3)

von Friedrich Reusch, KJB St. Martin, Schwäbisch Gmünd

Man stelle sich einmal vor, ein guter Bekannter käme zu uns und erzählte von seiner neuen Geldanlage: Diese sei sehr ordentlich, werfe einige Renditen ab und sichere seinen Wohlstand. Verwundert über eine solche Oase so kurz nach der Bankenkrise fragen wir nun skeptisch unseren Freund, woher sich denn eine solche Geldquelle auftue. Unser Kamerad antwortet nun, dass darüber die Meinungen auseinandergingen, und nennt den Namen des Geldinstituts. Erschrocken fragen wir nun, ob es denn nicht wahr sei, was man über ebendieses gehört habe: schwarze Konten, Verquickungen mit der Kriegsindustrie und Ähnliches. Wir sagen ihm, so etwas könne sich böse rächen. Etwas beschämt und hüstelnd, jedoch einigermaßen beleidigt antwortet unser Kamerad nun, davon habe er zwar auch gehört, aber das sei doch engstirnig, man solle doch einfach diese Quelle nützen, die nun so plötzlich in Zeiten finanzieller Engpässe sprudle.

Liebe KJBler, wer von euch würde so mit seinem Geld umgehen? Und weiter frage ich: Wie sieht es in geistlichen Dingen aus? Ist es hier nicht unendlich mehr geboten, nach den Wurzeln einer jeden Bewegung zu schauen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen? Ist dieses Beispiel nicht in nahezu analoger Weise auf unser Thema anzuwenden? Bezogen auf unser Thema „Medjugorje“ haben wir im ersten Teil meines Beitrages gesehen, dass man wohl sagen kann, dass die Anfänge der Erscheinungen der Wahrhaftigkeit entbehren und insbesondere einige Aussagen der Erscheinung nicht auf rechtgläubigem Boden stehen. Nachvollziehbar ist also die Weigerung einiger Unterstützer des Ortes, die „Leichen im Keller“ von Medjugorje zur Kenntnis zu nehmen. Werfen wir im zweiten Teil daher einen Blick auf die seltsamen Früchte, die die Vorgänge in Medjugorje mittlerweile gezeitigt haben. Schauen wir gleichzeitig nach Wegen, wie eine echte spirituelle Suche, die ja tatsächlich viele Katholiken nach Medjugorje treibt, so kanalisiert werden könnte, dass diese Suchenden einst wirklich die Schönheit und Fülle des integralen katholischen Glaubens kennenlernen dürfen, statt religiöser Spielball nebulöser Gemeinschaften zu werden, deren Verwurzelung und Ziel äußerst fragwürdig sind.

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Medjugorje – Lügennetz und Sündenpfuhl (Teil 2)

von Friedrich Reusch, KJB St. Martin, Schwäbisch Gmünd

Die Früchte: Bares, Hotels und ein Granatwerfer

Die Franziskaner jedenfalls ließen sich nicht erschüttern und luden weiterhin freudig nach Medjugorje ein. Unterstützung erhielten sie dabei auch bald von neo-„monastischen“ Gemeinschaften aus dem Umfeld der Charismatischen Erneuerung. Auch karitative Werke wie ein Haus für Drogenabhängige wurden eröffnet. Medjugorje wurde von einer Hochburg „Verrückter“ bald zum prosperierenden Projekt einer abscheuerregenden Symbiose aus gefährlichem Spiritualismus, neoliberalen Ordensprojekten und organisiertem Tourismusmanagement. Merkwürdige Zitate von Papst Johannes Paul II. wurden kolportiert, wonach dieser am liebsten selbst nach Medjugorje kommen würde oder wonach die Beichten dort besonders wirksam seien. 1998 wies übrigens der damalige Leiter der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, solche Aussagen als frei erfunden zurück.[1] Irgendwann wurde die Sache zu einem Selbstläufer und den Medjugorje-Demagogen gelang es bald, von den peinlichen Anfängen der Erscheinung durch das Vermarkten des Ortes als Ort der Umkehr, Beichtstuhl Europas usw. abzulenken. Medjugorje wurde vielfach nicht mehr an den teilweise häretischen Aussagen der Erscheinung gemessen, sondern an den angeblichen Früchten, die die Beichte dort zeitige.

Dazu ist festzustellen: Dass die vielen Beichten, die in Medjugorje gehört werden, in manchen Fällen die guten Früchte einer dauerhaften Bekehrung nach sich ziehen, ist kein Wunder, sondern eine Selbstverständlichkeit – alles andere würde ja die Glaubwürdigkeit des Beichtsakramentes selbst bezweifeln lassen! Diese Bekehrung – sofern denn wahr und echt – aber der „Gospa“ und Medjugorje anstatt Christus und der katholischen Kirche zuzuschreiben, ist irrig und abwegig. Auch relativiert es nicht das an sich falsche Fundament, auf dem Medjugorje hochgezogen wurde – viel schlimmer: Durch das Vermischen von negativer Grundlage mit positiven Elementen wird der Wahrheit ins Gesicht geschlagen. Weiterlesen

Medjugorje – Lügennetz und Sündenpfuhl (Teil 1)

von Friedrich Reusch, KJB St. Martin, Schwäbisch Gmünd

Es war ein Sommerabend im Jahre 2006 und ich saß im Bistro des Stuttgarter Bahnhofsturmes bei einem Spezi. Vor wenigen Monaten zur katholischen Kirche konvertiert, hatte ich noch einige Fragen zur Mariologie, wegen der bei vielen meiner protestantischen Freunde reges Unverständnis über meine Konversion herrscht. Eine mütterlich besorgte Mitarbeiterin der „Charismatischen Erneuerung“ saß mir gegenüber und erzählte dazu Erstaunliches: von Kindern in der Herzegowina, die eine Erscheinung hatten, beziehungsweise seit Beginn der 1980er-Jahre immer noch Erscheinungen haben. Die Kinder wären sich aber zunächst nicht sicher gewesen, ob es wirklich Maria sei, die da erscheine, deshalb hätten sie am zweiten Tag einen Eimer Weihwasser mitgenommen und die Erscheinung damit überschüttet. Sie sei danach triefend nass und lächelnd da gestanden, das sei der Beweis gewesen, dass es sich um die Muttergottes handele! Ich war beeindruckt.

Die erste Reise zu dem Erscheinungsort Medjugorje in der Herzegowina wäre für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit gewesen – dennoch wollte ich nicht ohne jegliches vorbereitendes Studium dorthin fahren – man fährt ja auch nicht in einen Freizeitpark, ohne zu wissen, auf welche Attraktionen man sich freuen kann. Was ich dabei herausfand, erschütterte mich freilich. Doch seltsam war auch: Viele Katholiken, vor allem „konservativer“ Prägung, wurden einigermaßen unsachlich, wenn man sie auf die dunklen Seiten von Medjugorje ansprach.

Unlängst dann sah ich einen kurzen Videofilm auf der Internetseite www.gloria.tv, in dem Don Reto Nay, der Mitinitiator dieser Seite, zu Medjugorje befragt wird. Dieser gibt darin unumwunden zu, er habe sich zwar nie wirklich mit den Erscheinungen und deren Glaubwürdigkeit beschäftigt, empfehle Medjugorje aber trotzdem weiter und sei selbst schon mehrmals dorthin gefahren und immer mit „Gnaden“ erfüllt heimgekommen.[1] Ich rieb mir die Augen: Kann man wirklich so verantwortungslos sein? Ist es nicht das Normalste der Welt, dass man zunächst einmal wissen will, was es mit der Echtheit der Erscheinungen auf sich hat? Dasselbe gloria.tv meldete am 20. Januar 2009, dass auch die Petrusbruderschaft bald nach Medjugorje führe[2], übrigens unter der Leitung von Pater Walthard Zimmer, der im Jahr 2005 für Furore sorgte, weil er ein Buch veröffentlichte, das Harry Potter gutheißt[3]. Harry Potter und Medjugorje – das passt irgendwie zusammen. Aufklärung scheint heute also wohl wieder angezeigt: Viele wissen vermutlich nicht, was es damit überhaupt auf sich hat, viele haben Angst vor zu unangenehmen Details und behaupten, wo es scheinbar gute Früchte gibt, sei das mit der Authentizität der Erscheinung doch zweitrangig.

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Interview mit DGW-Journalistenpreisträger Markus Müller

DGW: Markus, was bedeutet Dir, das Prädikat „Sieger des DGW-Jounalistenpreises 2008“ nun innezuhaben?

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Markus Müller: Erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die ihre Stimmen meinem Artikel gegeben und mir damit gezeigt haben, dass mein Artikel einen solch hohen Stellwert genießt. Ich habe selbst nicht damit gerechnet – umso freudiger war die Überraschung, nachdem ich von der DGW-Redaktion informiert wurde. Diese Auszeichnung wird mich weiterhin motivieren, für den DGW zu schreiben.

DGW: Mit Deinem Essay-Thema hast Du nun ja den Nagel auf den Kopf getroffen. Was hat Dich veranlasst, den Wertewandel und Werteverfall zum Gegenstand Deiner Erörterungen zu machen?

Markus Müller: Die Antwort liegt eigentlich schon in der Frage begründet: die Aktualität zum einen, dann aber auch mein persönliches Anliegen, die Leser und insbesondere die KJBler für diese Thematik zu sensibilisieren. Es muss de facto konstatiert werden – Bezug nehmend auf die wissenschaftlichen Studien zum Werteverfall von Elisabeth Noelle-Neumann – dass es seit 1968 unter dem Wirken der Frankfurter Schule zu einem epochalen Werteumbruch kam mit dem Ziel, die Tradierung von Werten in der Bundesrepublik Deutschland zu unterbrechen.

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Herausforderung Konservatismus

178Pater NIKLAUS PFLUGER

Konservativ zu sein, ist chic geworden in Deutschland. Zumindest, sich so zu bezeichnen und zu benehmen. Konservatismus ist aber mehr. Es ist eine Geisteshaltung. Aller konservativer Habitus ist bloße Potemkinsche Fassade, wenn er nicht auf ein sicheres Fundament einander schlüssig ergänzender Ansichten und Überzeugungen gestützt ist. Sich dieses geistige Fundament des Konservatismus zu erarbeiten, ist nicht einfach. Jede zeitgenössische Theorie hat den Vorteil, dass sie über einen abgeschlossenen Begriffsapparat verfügt und ihrem Benutzer ermöglicht, allein damit und ohne jede Kenntnis klassischen Denkens die Welt zu sortieren und zu erklären. Wer beispielsweise einmal mit einem Vertreter des „Destruktivismus“ zu diskutieren versucht hat, weiß, was gemeint ist. Der Konservative hingegen ist von der Existenz ewiger Wahrheiten überzeugt, die sich in den verschiedenen Epochen und Geistesströmungen zeigen und in ihnen erkannt werden können. Konservativ zu sein, heißt abstrahieren zu können zwischen dem Prinzip und seiner Realisierung, es erfordert eine profunde Kenntnis der Geistesgeschichte. Das war nie leicht. Nach 40 Jahren Reformpädagogik ist von diesen Voraussetzungen fast nichts mehr vorhanden, weshalb es nicht verwundern kann, dass versucht wird, einen Konservatismus ohne geistige Grundlagen zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist der Artikel „Den Konservatismus erneuern“ von Peter Kuntze.

„Geschlechterklischees“ und die Würde der Frau

von Dr. Heinz-Lothar Barth

Das EU-Parlament will Werbung nach „Geschlechterklischees“ verbieten. So berichtete z.B. das KOMMA-Magazin (Nr. 53/2008, S. 34): „Eva-Britt Svensson hatte vor der Abstimmung im Europaparlament eine klare Linie festgelegt: ‚Geschlechtsspezifische Klischees in der Werbung stecken Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in eine Zwangsjacke, beschränken Individuen auf vorgegebene künstliche Geschlechterrollen, die oftmals herabwürdigend, beschämend und erniedrigend für beide Geschlechter sind’, schrieb die schwedische EU-Abgeordnete der Vereinigten Linken in ihrem Bericht für den Frauenausschuss. Svenssons Argumentation teilte die Mehrheit der Abgeordneten – sie wollen die Hausfrau an Herd oder Waschmaschine aus der Fernsehwerbung verbannen.“  

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