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in München findet am 25./26. Februar die erste KJB-Rhetorikschulung überhaupt(!) statt. Ein Wochenende lang wird Pater Andreas Steiner verschiedene Vorträge zu diesem Thema halten. In einem Praxisblock kann das neue Wissen dann gleich angewendet und perfektioniert werden. Jetzt anmelden und profitieren.
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Das Böse in der Welt
Ich kann Menschen verstehen, die dieser Gesellschaft gerne den Rücken kehren, um im Kreise ihrer Familie, ihrer vertrauten Freunde oder auch alleine, des „Pudels Kern“ im Leben zu finden. Es ist schwer heutzutage, Parrhesia (der Redefreiheit, offen und wahrhaftig ohne Umschweife seine Meinung zu sagen) zu Ehren, die Wahrheit auszusprechen. Zumal es schon schwierig genug ist, überhaupt das Wahre zu erkennen, da so vieles vertuscht wird, wurde und werden wird. Aber es lassen sich dann doch Strukturen erkennen, die hauptsächlich durch Zeitzeugen belegt sind. Das Neue Testament ist eine solche Sammlung überlieferter Tatsachenberichte von Augenzeugen einer bestimmten Zeit, in welcher der Sohn Gottes und Mariä auf der Erde lebte.
WikiLeaks ist ’ne Lachnummer – fürs Erste. Eher analytisch betrachtet wird WikiLeaks mit zu den Damoklesschwertern unserer Gesellschaft zählen, die jederzeit kriegsschürendes Material veröffentlichen können. WikiLeaks ist der neue „Wahrsager“, der Verborgenes aufdeckt. Entweder sie bleiben Robin Hood oder sie enden wie alle, die an der Verantwortung scheiterten. Wir wollen uns doch bitte nichts vormachen, aber wer auch nur einigermaßen instruiert ist, der weiß, dass WikiLeaks, egal was die Medien berichten, durch sehr, „sehr gute Quellen unterstützt wird“, so der ChaosComputerClub, dem man das uneingeschränkt glauben darf. Wenn diese Quellen allgemein als Hacker verschrien werden und in Zukunft versiegen sollten, weil WikiLeaks selber als Hackerklub gilt, dann wäre das Ziel der Enthüllungsgegner erreicht.
Unter großem medialem Interesse erschien im Ullstein-Verlag letzten November – laut Ankündigung im Klappentext – ein „sehr persönliches Buch“ des katholischen Theologen Dr. David Berger mit dem Titel „Der heilige Schein“. Durch seine zahlreichen Publikationen zu Thomas von Aquin hat Berger in der Fachwelt einen respektablen Bekanntheitsgrad, der ihm u. a. dazu verhalf, sich in der renommierten polnischen Universität Lublin zu habilitieren. Auch wurde er in Anerkennung für seine „Verdienste um die Fruchtbarmachung der Lehre des Thomas von Aquin in traditionell katholischen Kreisen“ in den illustren Kreis des Ritterordens von Jasna Góra aufgenommen. Er war korrespondierender Professor der „Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas“, Vizepräsident der „Deutschen Thomas-Gesellschaft“, Herausgeber des Internationalen Thomistischen Jahrbuchs Doctor Angelicus und der in traditionellen Kreisen geschätzten Zeitschrift Theologisches. Vor diesem intellektuell hoch dotierten Hintergrund konnte man durchaus annehmen, dass auch ein „persönliches“ Buch des namhaften Thomisten das geistige Niveau seiner bisherigen wissenschaftlichen Publikationen hochhält. Kaum jemand hätte eine Lektüre erwartet, die sich in Sprache und Inhalt an den Niederungen der Boulevard-Medien orientieren würde. Auf den beinahe 300 Seiten seines neuen Opus stellt Berger nicht nur seine homosexuelle Lebensweise verteidigend ins Rampenlicht, sondern sieht vor allem die Notwendigkeit, „das perfide Unterdrückungssystem scheinheiliger Kirchenoberen“ und „die heuchlerische, bigotte Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität“ zu entlarven. Für die in den letzten Monaten durch die Missbrauchskandale gegen die katholische Kirche aufgeheizte Leserschaft ein willkommenes Unterhaltungsprogramm.
Geschätzte Leser, liebe KJBler!
Als am 19. Januar 2011 die Reportage über die Piusbruderschaft „Revolte gegen Rom“ mit einem Marktanteil von 5,1 % ausgestrahlt wurde, konnte der interessierte Zuschauer zum ersten Mal feststellen, dass sich die Berichterstattung über die Bruderschaft verändert hat. Es herrschte nicht mehr die aggressive Ahnungslosigkeit wie noch vor zwei Jahren, sondern es fand eine seriöse Auseinandersetzung mit unserer Haltung und unseren Ansichten statt. Der renommierte Journalist Günther B. Ginzel hat in seiner knapp 45-minütigen Reportage die Bruderschaft unzensiert wiedergegeben und eine journalistische Qualitätsarbeit abgeliefert. Das ist nicht selbstverständlich und wäre noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen, wie die meisten sicherlich wissen. Im vorliegenden Editorial zur Frühlingsausgabe möchte aus gegebenem Anlass über die das Phänomen „FSSPX in den Medien“ berichten. Ich werde versuchen dazulegen, dass dies zwar mitunter für uns unangenehm, aber trotz allem ein notwendiges Übel ist.
Otto von Bismarck beschrieb das Wesen der Politik in einem sehr eindrucksvollen Bild: Man müsse „in der Halle der Geschichte“ warten, bis Gott vorbeischreite, und dabei nach dem Mantel Gottes greifen und diesen zwei, drei Sekunden festhalten. Das sei alles. Dieses Bild enthält, was man braucht, um sich im politischen Geschäft zurechtzufinden: Es geht zum einen um das Ausnutzen von Gelegenheiten, die sich im Lauf der Zeit anbieten; zum anderen setzen alle großen Handlungen einen Ort voraus, an dem man sich zur rechten Zeit befinden muss – die „Halle der Geschichte“. Wer auf einer grünen Sommerwiese nach Luft schnappt, wird den Mantel Gottes nicht erfassen. Weiterlesen
welch eine Freude: Jahrtausende warteten die Menschen sehnsüchtig auf den verheißenen Erlöser – jetzt ist er endlich da. Als kleines Kind finden wir den Heiland in der Krippe im Stall zu Bethlehem. Wer möchte da nicht vor 2000 Jahren gelebt haben, um mit jubelndem Herzen hinzueilen, das Jesuskind in die Arme zu nehmen, es anzubeten, ihm zu danken? Welch ein Glück wäre es doch, neben Maria und Josef bei der Krippe zu knien und einfach zu staunen über das, was geschehen ist.
Und doch ist es eigenartig. Wenn wir das Weihnachtsgeschehen genauer betrachten, sind wir erstaunt: Wo bleiben die Menschen? Wo bleiben die Tausende von Seelen, die doch sehnsüchtig auf diesen Augenblick, auf die Ankunft des Heilandes gewartet haben? Warum lassen die Menschen den Heiland einfach so links liegen? Weiterlesen
„Ich schreibe an Euch, junge Leute, weil Ihr stark seid, das Wort Gottes in Euch bleibt und Ihr den Bösen besiegt habt.“ (1 Joh 2,13-14)
nachdem in der letzten Ausgabe mein Bruder (KJB-Priester für die Schweiz) das Grußwort geschrieben hat, bin jetzt ich als neuer KJB-Priester für Deutschland an der Reihe. Wie der hl. Johannes möchte ich Euch für Euren Einsatz und Mut loben und ermutigen, weiterhin und mit noch mehr Eifer für unseren Herrn Jesus Christus zu kämpfen. Dazu greife ich auf das Motto zurück, das der hl. Pius X. der Katholischen Aktion gab: „Gebet – Studium – Aktion“.
1) GEBET
Das Gebet ist für den KJBler wie für jeden Christen notwendig. Es ist das Atmen unserer Seele. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wie die Rebe aus sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, wird wie ein Rebzweig weggeworfen, und er verdorrt. Man hebt ihn auf und wirft ihn ins Feuer und er verbrennt“ (Joh 15,5–6). Ohne diesen persönlichen Kontakt mit Gott durch die Sakramente und das Gebet kann unsere Seele nicht leben.
III. Zusammenfassende Beurteilung. Was können wir konkret tun?
Fassen wir zusammen: Eine Geschlechtserziehung im christlichen Sinne muss Erziehung zur Keuschheit sein, nur so wird sie gelingen. Sie muss ganz individuell geschehen, der einzigartigen Person des Kindes und dem geheimnisvollen Charakter der menschlichen Liebe entsprechend. Darum ist die Geschlechtserziehung ein Recht und eine heilige Pflicht der Familie: Nicht, weil die Jugendlichen „die geschlechtlichen Gegebenheiten nicht anders erfahren könnten, sondern, damit sie sie im rechten Licht kennenlernen“ (93). Wo also z. B. in der Schule gegen das grundlegende Recht des Kindes, in der Keuschheit erzogen zu werden, verstoßen wird, hat es das Recht und die Pflicht, einem solchen Unterricht fernzubleiben.
Der schulische Kollektiv-Unterricht missachtet die unterschiedlichen Entwicklungsstufen und verletzt die Intimität und das Schamgefühl der Kinder durch eine öffentliche Behandlung der Geheimnisse des Lebens. Die rein biologistische Sicht- und Vermittlungsweise der Sexualkunde sowie die fehlende oder – schlimmer noch – fehlgeleitete Wertevermittlung (Verhütung, Abtreibung, sexuelle Abnormitäten, „Schütze Dich und genieße“, usw.) zerstören die heilige Ehrfurcht vor der Weitergabe des Lebens, verführen zum Ausprobieren und verderben die Keuschheit der Kinder. Weiterlesen
II. Schulische Sexualerziehung – Hilfe oder Schaden?
Eigentlich wird es vor dem Hintergrund der bisher dargelegten christlichen Art der Geschlechtserziehung schon relativ klar geworden sein, wie die Beurteilung der landläufigen Schulsexualerziehung aussehen wird. Dennoch wollen wir nach einem kurzen Blick auf die sehr „verräterischen“ Ursprünge und erklärten Ziele der SE-Bewegung die wichtigsten Argumente herausgreifen und auch mögliche Einwände gegen eine Ablehnung der schulischen SE betrachten.
1) Ursprünge, Ideen und Ziele der schulischen SE
Der geschichtliche Hintergrund
Wenn man den Eintrag des Internetlexikons Wikipedia zu „Sexualpädagogik“ befragt, so liest man, dass sich nach der sexualrepressiven Erziehung des 19. Jh. zu Beginn des 20. Jh. endlich liberalere Ansätze herausgebildet hätten, die durch den Nationalsozialismus zwar nochmals gebremst worden seien, dann aber durch die 68er-Bewegung und die Verfechter der antiautoritären Erziehung sowie die Frauen-, Lesben- und Schwulenbewegung zur Zeit der sexuellen Revolution eine Enttabuisierung der Sexualpädagogik zum politischen Programm wurde. 1968 gab die Kultusministerkonferenz der Länder die Empfehlung heraus, Sexualerziehung fächerübergreifend in den Schulen zu behandeln; in den 70er-Jahren wurde Sexualkunde dann von den meisten Bundesländern in die schulischen Lehrpläne aufgenommen. Weiterlesen
4) Praktische Richtlinien anhand der Entwicklungsphasen des Kindes
Das Dokument Wahrheit und Bedeutung legt in seinem 6. Kapitel „Schritte der Erkenntnis“ die wichtigsten Phasen in der Entwicklung des Kindes dar und unterscheidet vier Stufen: 1. die Jahre der Unschuld, 2. die Pubertät, 3. die Jugendzeit innerhalb des Lebensentwurfes und 4. Erwachsen werden. Es würde zu weit führen, die vielen hilfreichen und durchaus konkreten Hinweise, die dann noch durch weitere praktische Richtlinien im 7. Kapitel ergänzt werden, hier ausführlicher darzustellen. Eine knappe Auflistung der ersten drei Phasen mit einem Akzent auf der Pubertät muss genügen.
1.) Die „Jahre der Unschuld“ (von etwa 5 Jahren bis zur Pubertät, d. h. den ersten körperlichen Veränderungen des Jungens oder Mädchens) sollen keinesfalls durch sexuelle Information gestört werden, daher findet auch nur eine indirekte Keuschheitserziehung statt, dafür um so mehr schon eine Erziehung zu den später nötigen Tugenden (Selbstbeherrschung, Gehorsam, Großzügigkeit, Opferbereitschaft…) Äußerst wichtig ist natürlich das Bemühen, jede Verletzung dieser unschuldigen Zeit der Ruhe und Unbefangenheit durch Schule, Medien oder Gleichaltrige so gut wie möglich zu verhindern.
2.) Die Pubertät ist eine sehr wichtige und problematische Phase, da körperliche Veränderungen zu Verwirrung und Beunruhigung führen können, denen man durch die notwendigen Erklärungen entgegenwirken kann, die natürlich möglichst schon vor Beginn der Pubertät gegeben werden müssen – zum einen wird vor dem Erwachen des Geschlechtstriebes die Neugierde durch Informationen viel weniger oder gar nicht geweckt. Zum anderen kann man „den Eintritt der Pubertät nicht präzise voraussagen und sollte das Kind frühzeitig vorbereiten, vor allem dann, wenn man den Einfluss schlechter Freunde befürchten muss. So kann das Kind sich behaupten und die Reinheit bewahren“.[1] Für dieses Alter soll man sich auf folgendes Prinzip stützen:
2) Wer darf erziehen? Elternrecht und die Rolle anderer Erzieher und Institutionen
Vater und Mutter als Erzieher
Wie schon Papst Pius XI. in seiner großen Erziehungsenzyklika Divini illius magistri vom 31.12.1929, so bekräftigen auch die späteren kirchlichen Texte das sogar im Kirchenrecht festgeschriebene Pflicht-Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder. Das Erziehen der Kinder ist die direkte Fortsetzung ihrer Teilnahme an Gottes Schöpfung durch die Elternschaft und ist somit nicht nur ein unveräußerliches Recht und eine strenge Pflicht der Eheleute, sondern sie erhalten auch die nötigen besonderen Standesgnaden, um dieser Aufgabe nachzukommen – ihr Erziehungswirken in der Familie ist so entscheidend, dass es dort, wo es fehlt, kaum zu ersetzen ist.[1] Gerade in der heutigen Zeit, wo die Erziehung von Kindern immer mehr als eine Sache „professioneller Fachleute“ dargestellt wird, müssen die Eltern unbedingt das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wiedergewinnen und „unter Rückbesinnung auf die Lehre der Kirche und mit ihrer Unterstützung die ihnen zustehende Aufgabe wieder übernehmen“ (24).
Erziehung durch andere Personen?
Bei dieser Aufgabe können andere Erzieher zwar Hilfestellung leisten, doch können sie den Eltern ihre Erziehungspflicht nicht abnehmen; sie sollen ihnen Hilfe anbieten, können dann aber nur im Namen der Eltern, aufgrund ihrer Zustimmung und in einem gewissen Maße sogar in ihrem Auftrag tätig werden (Prinzip der Subsidiarität).[2] Ihre Pflichten können Eltern nur dann an andere Erziehungspersonen abgeben, wenn eine Notlage[3] dies erforderlich machen sollte. Gerade aber die religiöse und moralische Erziehung der Kinder zu rechten Christen und ihre Anleitung zu entsprechendem Handeln liegt zunächst in der vollen Verantwortung der Eltern, die ihre Kinder den Glauben, das Gebet und die Tugenden lehren müssen, vor allem auch durch das eigene Vorbild.