Persönliche Stellungnahme von Anton Löhmer
Vor einigen Tagen las ich auf dem bekannten Internetportal kath.net einen Artikel von Pater Martin Lugmayr von der Petrusbruderschaft, in welcher verschiedene Aussagen von Pater Schmidberger in dessen letztem Interview absichtlich mißverstanden und als „vollkommener Unsinn“ bezeichnet wurden. Insbesondere postulierte P. Lugmayr ohne überzeugende Argumente die These, daß die Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils „Dignitatis humanae“ über die Religionsfreiheit keinen Widerspruch zur traditionellen Lehre darstelle, obgleich der offenkundige Bruch mit der Tradition sogar von den Verfassern des Dokuments, P. Courtney Murray und P. Yves Congar, offen zugegeben wird. Da ich mich mit eben dieser Thematik seit langer Zeit intensiv beschäftige, sah ich mich veranlaßt, eine sachliche Erwiderung auf die Aussagen von P. Lugmayr zu verfassen und diesen Aufsatz dem von mir bislang durchaus geschätzten Portal kath.net zur Veröffentlichung anzubieten.
Nachdem die Veröffentlichung des Artikels von kath.net ohne Angaben von Gründen abgelehnt wurde, stellte ich meinen Aufsatz der Internetseite der Priesterbruderschaft St. Pius X zur Verfügung, wo er unter dem Titel „Die Lebenslüge der Petrusbruderschaft“ erschien: http://www.piusbruderschaft.de/archiv-news/717-aktuell/6362-ist-kathnet-ein-qunsinn-portalq
Zu meiner Überraschung wurde ich noch am selben Abend darauf aufmerksam gemacht, daß kath.net auf meinen Beitrag mit einem kleinen Hetzartikel namens „Tradibeben“ reagiert hatte: http://kath.net/detail.php?id=35238
Der Verfasser Roland Noé, mit dem ich zuvor einen höflichen E-Mail-Kontakt gehabt hatte, brachte dabei kein einziges inhaltliches Argument gegen meinen Artikel vor – wozu er angesichts der Tatsache, daß ich lediglich die Lehre des Hl. Thomas von Aquin und des katholischen Lehramtes bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil und deren logisch vollkommen zwingende Argumentation bezüglich der Religionsfreiheit präzise wiedergab, auch kaum in der Lage gewesen sein dürfte. Statt dessen begnügte er sich damit, meine Ausführungen als „nicht besonders theologisch versiert“ abzutun und die These aufzustellen, daß ich in zurückliegenden Veröffentlichungen indirekt die Holocaust-Relativierung von Bischof Williamson verteidigt habe. Er suggerierte, ich sei offenbar selbst ein revisionistischer Geschichtsklitterer – einer solchen persona non grata dürfe man kein Forum bieten und die Piusbruderschaft solle sich schämen, meine Beiträge auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, daß ich die Schrecken des Holocaust in keiner Weise verharmlosen, rechtfertigen oder in seinem Ausmaß anzweifeln möchte. Ich halte die bewußten Äußerungen von Bischof Williamson nicht nur für inhaltlich falsch, sondern für ein komplett unnötiges Ärgernis, da sie keinerlei Bezug zur Mission der Priesterbruderschaft St. Pius X. haben und lediglich von unserem eigentlichen Anliegen ablenken, nämlich der Überwindung der Kirchenkrise.
Aus dem Kontext des zitierten DGW-Artikels wird sofort deutlich, daß ich den Holocaust keineswegs leugne oder verharmlose, sondern ebenso wie die Abtreibung als ein konsequentes Endprodukt einer atheistischen Philosophie verurteile. Er beschreibt schlichtweg eine gesellschaftliche Tatsache: Unsere Generation prangert mit Vorliebe die Fehler ihrer Vorfahren an und blickt mit Verachtung auf die Sünden der Vergangenheit zurück – Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Judenvernichtung –, ist aber vollkommen blind ist für die Verbrechen der Gegenwart. Ich möchte die Aussagen Bischof Williamsons über den Holocaust nicht verteidigen, halte aber die Reaktion der Medien auf den „Fall Williamson“ für den Ausdruck einer heuchlerischen Selbstgerechtigkeit: Wer die Verbrechen der Vergangenheit – wenn auch zu Unrecht – verharmlost, begeht eine moralische Todsünde und zieht die geballte Wucht der öffentlichen Empörung auf sich. Die Tatsache aber, daß allein in Deutschland mindestens 300.000 ungeborene Kinder jedes Jahr im Mutterleib getötet werden und tagtäglich überall in unseren Städten aktuell und gegenwärtig unschuldiges menschliches Leben vernichtet wird, wird nicht nur widerspruchslos hingenommen, sondern als sozialer Fortschritt und Errungenschaft weiblicher Selbstbestimmung verteidigt. Anstatt die Sünden unserer Vorfahren anzuprangern, sollten wir lieber unsere Lehren aus der Vergangenheit ziehen und dafür Sorge tragen, daß kommende Generationen nicht mit derselben Verächtlichkeit auf die heutige Zeit zurückblicken werden, mit der wir heute auf die NS-Mitläufer herabsehen: Sollte es der Menschheit vergönnt sein, noch einmal ein wahrhaft katholisches Zeitalter erleben zu dürfen, so werden die Geschichtsbücher der Zukunft unserer Generation mit Recht den bitteren Vorwurf machen, wir hätten zu dieser Massenvernichtung menschlichen Lebens geschwiegen.
Man mag darüber streiten, ob Holocaust-Vergleiche, obgleich sie de facto regelmäßig vorkommen, sinnvoll und angemessen sind – es mag sein, daß ich dies aus Gründen der Klugheit tatsächlich hätte unterlassen sollen. Es ist ja allgemein bekannt, daß die „Nazi-Keule“ von der politischen Linken gerne als Totschlagargument gegen unliebsame konservative Persönlichkeiten mißbraucht wird. Ich hätte allerdings nicht erwartet, daß sich ein angesehenes konservativ-katholisches Internetportal wie kath.net auf ein derart niedriges Niveau begeben würde und auf sachliche Argumente mit einer Diffamierung meiner Person reagieren würde.
Zudem musste ich von zahlreichen Bekannten, die ihre Verärgerung über derart unseriösen Journalismus im kath.net-Leserforum zum Ausdruck bringen wollten, erfahren, daß sämtliche Beiträge zu meinen Gunsten konsequent zensiert und gelöscht wurden. Als Kardinal Meisner vor ein paar Jahren die Abtreibung mit dem Holocaust verglich und einer Medienkampagne der Linken ausgesetzt war, gab es keinen empörten Aufschrei bei kath.net, sondern der Kardinal wurde mit Recht engagiert verteidigt. Aber wenn es um einen Gläubigen der Piusbruderschaft geht, der lediglich einen sachlichen und sorgfältig argumentierenden Beitrag zu einer brisanten Diskussion beisteuern wollte, ist scheinbar auch die billigste Hetze willkommen.
Ehrlich währt am längsten.
Viel Feind, viel Ehr’…
Glückwunsch, lieber Anton, für deinen Mut.
kack.net ist weder katholisch und schon gar nicht konservativ.
Es ist das Sprachrohr der charismatischen Sekte der Medjjugorianer, die einer plappernden Gospa hinterherrennen
Herr Biermaier/Noe hat schon seit Beginn unliebsame Kommentare und Beiträge in altbekannter Stasi-Manier gelöscht und Benutzer gesperrt.
Es werden dort nur Beiträge veröffentlicht, die ihm genehm sind
Weil Kardinal Schönborn alljährlich Gospa-Shows in seiner Kathedrale veranstaltet, damit in Wien überhaupt noch jemand in die Konzilskirche geht, ist kack.net nun zur Hauspostille von Schönborn geworden. Das ist das Bistum, wo fff=666-Messen und Westernmessen gefeiert werden, wo atheistische Künstler mit kirchlichen Orden behängt werden, die die Kathedrale mit häßlichen barbusigen Plastiken schänden, wo Weihbischof Laun Predigtverbot zum Massenmord an Ungeborenen verhängt bekommt, etc…
Viel schlimmer als Modernisten sind halbkonservative Charismaten, die noch einige, wenige katholische Elemente, wie Mundkommunion, bewahrt haben. Diese erwecken den Schein des katholisch konservativen und blenden die egalitäre Masse und somit auch die Heiden guten Willens, die eigentlich bekehrbar sind.
Kopf hoch, lieber Anton Löhmer!
Nach dieser Schlappe sollten Sie eben klüger sein. Dass man aus Sicht der katholischen Tradition in kath.net keine Freunde hat, hätten Sie aber früher wissen müssen.
Und seien Sie ehrlich: Wären Sie sich nicht auch komisch vorgekommen, irgendwo zwischen einem Bericht vom Pop-Konzert “Die Priester”, wie sie die Altöttinger St. Anna-Basilika in Discolicht tauchen und Jubelarien auf Kardinal Woelki?
Kath.net ist weder konservativ und katholisch, und vielleicht müssen Leute Ihres Alters es auch lernen, dass man sich in diesen Zeiten der Kirchenkrise eben auch mal in die Enklave der Pius-Priorate begeben muss, statt im Konzils-Greuel mitzumuschen, deren eckelerregender Ausläufer eben u.a. auch kath.net ist.