Verfasst von dergeradeweg am 27. November 2009
von KJB Memmingen
So fragte Petrus einst den Herrn. Und sobald er die Antwort erhalten hatte, begriff Petrus – er kehrte um und lief geradewegs nach Rom in sein Martyrium.
Zum Paulusjahr haben wir, die KJB Memmingen, uns auf den Weg nach Rom gemacht, um dort in besonderer Weise den Fußstapfen des hl. Paulus nachzuspüren. Wir hatten die Ehre, Pater Kopf als geistliche Begleitung bei uns zu haben. Außergewöhnlich war wohl die Art unserer Reise – aber auch der hl. Petrus hatte bei seinen Reisen wahrscheinlich nur einen alten Stock dabei. So fuhren wir mit dem schon etwas abenteuerlichen alten Gemeinde- und Schulbus der Kirche St. Josef los in die ewige Stadt. Unser Anblick nach der langen Nacht muss wohl zum Erbarmen gewesen sein, oder aber die Höflichkeit der Römer verdient ein außerordentliches Lob, denn wir wurden mit Freundlichkeit empfangen. Und die Hilfe der Römer hatten wir auch bitter nötig bei den für „spießbürgerliche“ deutsche Verhältnisse sehr chaotischen Verkehrsmanieren der Italiener. Gleich nach Beziehen der Unterkunft machten wir uns auf den Weg zum Petersplatz. Der Dom, seine Kuppel und überhaupt der Gedanke, dass dieser Ort eine Heimat für jeden Katholiken darstellt, waren ein unbeschreibliches Erlebnis. Von da an besuchten wir jeden Tag diesen Ort, um alle Eindrücke festzuhalten und zu vertiefen.
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Verfasst von dergeradeweg am 24. November 2009
Liebe KJBler & Wintersportler,

Vom 14.02. – 20.02.2010 findet in Lienz/ Tirol wieder ein Skilager für alle KJBler und an der KJB interessierten jungen Leute (im Alter von 18 – 29 Jahren) statt.
Es können sowohl langjährige Skifahrer und Snowboarder, als auch Anfänger daran teilnehmen.
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Verfasst von dergeradeweg am 20. November 2009
von Pater Gérard Mura
Die Wahrheit des philosophischen Realismus
Im Gegensatz zu den obigen falschen Lehren besitzt der philosophische Realismus die natürliche Gewissheit, dass die Wahrheit (besonders die Wirklichkeit der Welt) für den Menschen erkennbar ist. Eine solche natürliche Gewissheit nennt man auch Evidenz (Offenkundigkeit). Wenn der Realist behauptet, der philosophische Realismus sei wahr, entsteht kein Widerspruch wie im Fall der Grundannahmen der falschen Erkenntnistheorien. Wenn nämlich der Mensch Wahrheit grundsätzlich erfassen kann, dann kann er auch erfassen, welche philosophische Erkenntnistheorie die wahre ist.
Die Behauptung, der Skeptizismus sei sicher die richtige Philosophie, ist in sich selbst widersprüchlich und daher falsch. Dies wurde oben aufgezeigt. Folgt allein daraus schon mit logischer Notwendigkeit, dass der Realismus wahr sei? Oder was kann man rein logisch daraus folgern? Wäre der Realismus nicht wahr, dann wäre logischerweise auch jede andere mögliche Behauptung unsicher. Daraus folgt logisch: Wenn es überhaupt irgendeine sichere menschliche Behauptung gibt, dann ist der Realismus mit Sicherheit die richtige Philosophie. Mit anderen Worten: Wenn überhaupt irgendetwas behauptet werden kann, dann ist es die Wahrheit des philosophischen Realismus. Wenn also ein Philosoph irgendetwas fest behauptet, dann muss er konsequenterweise Realist sein und nicht Skeptizist.
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Verfasst von dergeradeweg am 14. November 2009
von Pater Gérard Mura
Der sogenannte Empirismus: die Philosophie der Erfahrung
Eine andere Philosophie, welche die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen extrem eingrenzt, ist der Empirismus. Ein bedeutsamer Vertreter ist etwa David Hume (1711-1776). Diese Philosophie will uns weismachen, unsere Erfahrungen mit den Dingen und Ereignissen der Außenwelt führten uns nur zu einem Wissen über Einzeltatsachen.
Im Gegensatz dazu wissen wir aber alle, dass wir etwa durch die lebenslange Beobachtung von Einzeltatsachen auf irgendeine geheimnisvolle Weise zu einem sicheren allgemeingültigen Wissen über die Dinge dieser Welt gelangen können, was uns auch hilft, Zukünftiges abzusehen. So beobachtet man zum Beispiel, dass alle Gegenstände auf die Erde fallen, wenn sie keine Stütze haben, die sie hält. Oder man beobachtet und sieht ein, dass alle sinnlichen Lebewesen sterblich sind; dass zunehmende Wärme die Tendenz hat, die Körper aufzulösen usw. Und diese Erkenntnisse kann man auch schon im Voraus auf morgige Erfahrungen ausdehnen. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von dergeradeweg am 11. November 2009
von Pater Gérard Mura
Falsche Philosophien – Sie sind widersprüchlich und unhaltbar
Es sollen nun einige dieser falschen philosophischen Lehren über die menschliche Wahrheitserkenntnis benannt und kurz erklärt werden. Es sind Lehren, welche auch schon manche alte heidnische Griechen vertraten. Ihr werdet feststellen, dass Ihr diese Haltungen bei Euren Mitmenschen auch antrefft. Vielleicht werdet Ihr ähnliche Denkmuster sogar bei Euch selbst entdecken, über deren Gefährlichkeit Ihr Euch bisher noch wenig Gedanken gemacht habt.
Es soll nun deutlich gemacht werden, wie unhaltbar alle diese Lehren sind. Es ist nicht nötig, sie durch komplizierte Gedankengebäude zu widerlegen, da sie fast alle einen offensichtlichen Widerspruch in sich selbst – sozusagen sichtbar auf ihrer Stirn – tragen. Dadurch lösen sie sich selbst auf. Es verhält sich mit diesen Philosophien ähnlich wie im Fall des unvorsichtigen Försters, der den Ast absägt, auf dem er selbst sitzt. Dass diese offenen Widersprüche von den Verteidigern der Irrtümer kaum beachtet werden, liegt nicht an ihrer mangelnden Intelligenz, sondern in einer gewissen revolutionären geistigen Einstellung begründet. Die modernen Philosophen hegen nämlich in der Regel eine jahrhundertealte Abneigung und Verachtung gegenüber allen philosophischen Ansätzen, welche noch an der Möglichkeit echter Wahrheitserkenntnis festhalten. Zudem scheint in vielen Fällen die Überlegung atmosphärisch Pate zu stehen: Wenn man die natürliche Gotteserkenntnis bei den Menschen wirksam verunmöglichen will, darf man nicht bloß die Gültigkeit der Gottesbeweise angreifen, sondern muss viel gründlicher ans Werk gehen. Man muss gleichsam alle Wahrheitserkenntnis und die Methode der Beweisführung untergraben, weil man sonst nicht sicher genug ans Ziel kommt. Dies wurde von Friedrich Nietzsche klar ausgesprochen und ist offensichtlich der Hintergrund einer tiefen antimetaphysischen Grundhaltung (etwa des Neopositivismus).
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Verfasst von dergeradeweg am 7. November 2009
von Pater Gérard Mura
Wie kam es zu solchen Irrtümern über die Wahrheit?
Wir können die Entwicklung der großen Irrtümer in der Neuzeit mithilfe eines kleinen Schemas deutlich machen. Diese Entwicklung kann man ziemlich einprägsam an drei bzw. vier Jahreszahlen festmachen. Die Angriffe auf den Glauben entfalteten sich in mehreren Schüben über Jahrhunderte, um zu unserer Zeit einen nie dagewesenen Höhepunkt zu erreichen. Und ein Schub löste nach einiger Zeit den nächsten aus. Diese Irrtümer kamen zuerst außerhalb der Kirche auf. Am Ende wurden sie in abgemilderter Form in das Innere der Kirche aufgenommen: So empfingen diese Irrtümer im Modernismus und Progressismus, gewissermaßen ihre „Taufe“.
- Oktoberrevolution in Russland 1917
Seit einem halben Jahrtausend führen die Kämpfe der Welt gegen die Wahrheit des Christentums bzw. der katholischen Kirche zu immer tieferen und gefährlicheren Irrtümern oder Revolutionen. Es ist recht interessant zu sehen, dass die fundamentalsten Entwicklungen der Neuzeit durch drei Jahreszahlen charakterisiert werden können. Es sind die Jahre 1517 (Protestantismus), 1717 (Freimaurerei) und 1917 (Kommunismus). In diesen drei Zeitangaben offenbart sich ein durchaus systematisches Fortschreiten des Abfalls von der Wahrheit Gottes im Abendland und darüber hinaus. 1517 ist das Jahr des Thesenanschlags Luthers zu Wittenberg, 1717 das Jahr der Gründung der Freimaurerei und 1917 das Jahr der kommunistischen Revolution in Russland, der ersten Verwirklichung eines kommunistischen Staates.
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Verfasst von dergeradeweg am 2. November 2009
von Pater Gérard Mura
Geschichtliche Untersuchungen
Die Glaubenskrise ist nicht nur eine religiöse Krise
Die moderne Krise des Glaubens ist nicht nur eine rein religiöse Krise. Vielmehr reichen die Fehlhaltungen viel tiefer. Der Glaubensverfall wurzelt tatsächlich in einer irgendwie umfassenderen Schwierigkeit, die das menschliche Denken überhaupt betrifft – und nicht nur das Christentum. Der Glaubensverfall hängt nämlich mit einer Krise der grundsätzlichen Wahrheitsfähigkeit des menschlichen Denkens zusammen. Man glaubt grundsätzlich nicht mehr, dass der Mensch fähig sei, die Wahrheit zu erkennen.
Die Glaubenskrise wurzelt in einer Krise der Philosophie
Ist der Mensch überhaupt fähig, Wahrheit zu erkennen, oder ist er es nicht? Diese Frage, die der unverbildete Mensch natürlicherweise mit „Ja“ beantwortet und die auch vom griechischen Philosophen Sokrates bis hin zu den Grenzen der Neuzeit selbstverständlich bejaht wurde, wird – mehr oder weniger differenziert – von fast allen neuzeitlichen Philosophen (Denkern) rundweg verneinend beantwortet.
Dieses zunehmende Misstrauen bezüglich der Fähigkeit des menschlichen Erkennens setzte mit dem englischen Philosophen Wilhelm von Ockham (1300-1349) ein. Die kritische Haltung erhielt neuen Schwung durch die neuartige Sichtweise des Erkennens von René Descartes (1596-1650), deren Konsequenzen besonders von Immanuel Kant folgerichtig weitergeführt wurden (1724-1804).
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