Verfasst von dergeradeweg am 27. Oktober 2009

Am vergangen Wochenende fand das alljährliche internationale KJB-Treffen statt. Gastgeberland war Österreich, Veranstaltungsort Salzburg. Rund 200 Jugendliche aus dem Dreiländereck (Deutschland, Schweiz und Österreich) nutzen diese Gelegenheit und nahmen die teilweise stundenlangen Reise auf sich, um alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue Gesichter kennenzulernen. Nicht nur die malerisch schöne Kultur- und Geburtstadt Mozarts, sondern auch die geistigen Früchte zahlten sich wohl für alle aus.
Hier ein kleine Auswahl an den ersten eingetroffenen Bildern.

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Verfasst von dergeradeweg am 16. Oktober 2009
Liebe KJBler,
erlaubt mir, auf die Jahreslosung zurückzukommen, um mit Euch über den Mut zu sprechen. „Alles vermag ich in dem, der mich stärkt!“ Dieser Satz des hl. Apostels Paulus soll uns nämlich Mut machen. Mut braucht jeder, der im geistlichen Leben voranschreiten will. Es sind aber allerlei Gründe, die uns veranlassen wollen, den Mut zu verlieren. Angesichts der heftigen Versuchungen und Lockungen der Welt, der zahlreichen Angriffe der Gegner Gottes und der Kirche und auch angesichts unserer Schwächen kann die Versuchung zu kapitulieren groß sein. Das aber stellt eine große Gefahr für unser Heil dar. Somit ist es entscheidend, unsere Mutlosigkeit zu bekämpfen, wenn sie uns beschleicht, und unser Vertrauen wieder neu zu entfachen. Der Mut bringt nämlich Kraft. Der Erfolg einer Seele, die ihre Heiligung anpackt, hängt zum großen Teil von dem Vertrauen ab, das sie belebt. Ein großes Vertrauen wird sie zu großzügigen Anstrengungen anregen, und sie wird trostvolle Ergebnisse erreichen. Allerdings geht es hier nicht um ein natürliches Vertrauen, das auf ein starkes Selbstbewusstsein und auf die eigenen Kräfte baut, sondern um ein übernatürliches, das auf der Allmacht und Güte Gottes beruht. Ist eine Seele entmutigt, dann ist sie wie gelähmt, kraftlos, zu nichts mehr fähig. Verliert sie aber den Mut nicht, so wird sie sich auch nach dem Fall wieder erheben, selbst wenn sie in schwere Sünden gefallen ist. Sie wird ihre Fehler und schlechten Gewohnheiten beharrlich bekämpfen, denn sie ist fest überzeugt, dass sie mit der Hilfe Gottes die Hindernisse in ihrem geistlichen Leben überwinden kann. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von dergeradeweg am 10. Oktober 2009
Paulus war als ehemaliger Pharisäer mit der Heiligen Schrift bis ins Kleinste vertraut: Auf das Wort Gottes galt es ihm zu hören und es auf die praktischen Fragen der individuellen Lebensführung hin zu interpretieren, kurz, Gottes Gebote und Verbote strikt zu befolgen. Das Wort Gottes des Alten wie des Neuen Bundes war für Paulus nie nur ein Bericht über die Geschichte und die Wirklichkeit gewesen, sondern stets auch das, was die geschaffene Wirklichkeit hervorgebracht hat und bis in die Gegenwart hinein trägt. Das durch die Propheten und durch Gottes Sohn geoffenbarte Wort – insbesondere das Evangelium (wenn auch noch ungeschrieben) – war in Paulus’ Augen die Kraft Gottes selbst. „Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Es ist ja eine Gotteskraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zunächst für den Juden, dann auch für den Heiden“ (Röm 1,16). Der Glaube war es, der Paulus zum Reden drängte, und er war fest davon überzeugt, dass er ohne die Verkündigung des Glaubens die Menschen nicht zu Christus führen könne: „Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie von ihm hören, wenn ihnen niemand predigt?“ (Röm 10,14)
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Verfasst von dergeradeweg am 5. Oktober 2009
Liebe KJBler,
vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. im Mai nächsten Jahres nach Fatima fliegt. Das ist eine außerordentliche gute Voraussetzung für die Weihe Rußlands an das unbefleckte Herz Mariens. Wenn die Bischöfe mittun könnte der Papst vor Ort die Weihe vornehmen. Bemühen wir uns noch mehr, um die 12 Mio. Rosenkränze. Für die Unentschlossen-en unter euch soll diese Nachricht ein Ansporn sein, nicht weiter nur Zuschauer zu sein. Maria wird die 53 x 12 Millionen-fache Bitte („Heilige Maria, bitte für uns Sünder, …“) nicht überhören.
Die fünfte Eigenschaft eines KJBlers ist die Formbarkeit. „Der KJBler ist formbar!“ Ich wünsche mir, dass Ihr offen seid, die Fähigkeit aufweist, euch etwas sagen, helfen zu lassen. Die wenigsten Menschen sind zum Einzelkämpfer berufen. Wir sind auf Fremdhilfe angewiesen. Es ist kein Zeichen von Schwäche sich Rat einzuholen, andere um Hilfe bitten, weiter lernen zu wollen. Nobody is perfekt! Lassen wir uns daher formen und weiterhelfen. Lassen wir uns leiten und eifern wir uns gegenseitig zum Guten, Schönen, Edlen an.
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Verfasst von dergeradeweg am 1. Oktober 2009
Weltanschaulich und religiös war die Zeit, in die Paulus hineingeboren wurde, mindestens genauso verworren wie unsere heutige. Obwohl sich das Römische Reich weit über das Mittelmeer hinaus ausgedehnt hatte, war die Pax Romana – die öffentliche Ordnung des Imperiums – keineswegs mit einer völligen Einheit und Gleichheit in Religion und Kultpraxis gleichzusetzen. Amtlich war nur, dass jeder römische Staatsbürger die offizielle Religion des Reiches zu akzeptieren hatte und somit am öffentlichen heidnischen Opferkult teilnehmen, also ihn selber äußerlich mit vollziehen musste. Weigerte er sich, diesen Kult stellvertretend für seine familia (Ehefrau, Kinder, Sklaven) auszuüben, dann hatte er mit den schlimmsten Konsequenzen für sein Leben und seinen Besitz zu rechnen. Aber wohlgemerkt, der Staat forderte von seinen Bürgern lediglich diesen äußerlichen öffentlichen Treuebeweis. Was ein Römer als Privatmann tat oder dachte, war ihm freigestellt. Der Staat mischte sich – soweit die öffentliche Ordnung nicht gestört wurde – in die religiösen Privatangelegenheiten seiner Bürger nicht ein.
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