Der Gerade Weg

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Grußwort von Johannes Schlor – neuer KJB-Chef für Deutschland!

Verfasst von dergeradeweg am 19. April 2009

bild_schlorLiebe KJBler,

ein jeder von uns hat Träume, die er im diesseitigen Leben verwirklichen möchte. Dabei handelt es sich um erreichbare und unerreichbare Träume. Seien es Träume materieller Art: ein Lamborghini, eine Villa, eine Weltreise – oder Träume ideeller Art: Karriere im Beruf als Inhaber einer eigenen ertragreichen Firma, im Sport als Olympiasieger, in der Forschung als Entdecker und Erfinder oder in anderen Bereichen. Unzählige Bücher, Zeitschriften, Experten jeder Sparte geben Rat, wie diese Ziele zu erreichen seien.

Gierig werden die Anweisungen berühmt gewordener Meister ihres Faches in Wort und Schrift von den frisch Aufstrebenden aufgesogen. Vor allem Ratschläge unserer Mitmenschen, die den Zielen bereits nahe sind oder bereits ihre Träume leben, werden geprüft und nach Güte beherzigt.

Ein jeder wird dabei bemerkt haben, dass ein Spezialwissen Grundvoraussetzung ist, um das Visier exakt auf das Ziel auszurichten. Wir spielen die nötigen Schritte in der Theorie durch, sodann üben wir deren praktische Umsetzung.

Bernd möchte eine Autowerkstatt errichten. Um sich mit den Kraftfahrzeugen vertraut zu machen, beginnt er eine Lehre als Automobil-Mechatroniker (KFZ-Mechaniker). Abwechselnd besucht Bernd die Berufsschule, um sich die Arbeitsschritte einzuprägen, und eine Autowerkstatt für das Erlernen der Praxis. Dort übt er in ständiger Ausführung des bereits Gelernten die Durchführung von Systemprüfungen und einfachen Diagnosearbeiten bei Personenwagen oder Nutzfahrzeugen und anspruchsvolle Wartungs- und Reparaturarbeiten an Motor, Antrieb, Fahrwerk und Fahrzeugelektrik. Diese Übungen und noch weitere Schulungen verleihen ihm in naher Zukunft das Können, um den Meister zu absolvieren. Dann wird er sich noch über Firmengründung und Betriebsführung unterrichten. Damit Bernd in seinem Beruf leistungsfähig und auf dem neuesten Stand bleibt – den Kundenstamm und dessen Wachsen sichert man sich nur durch den Ruf guter Arbeit – wird er weiterhin gegen das Vergessen erworbenen Wissens durch Fortbildungen und stete Übung ankämpfen. Wer in seinem Bereich gut sein will, der muss sein Handwerkszeug beherrschen. So verhält es sich auch bei den Sportlern. Nur die am besten Trainierten fahren zur Olympiade. Wer nicht trainiert, baut ab, kann also nicht die vorausgesetzte Leistung erbringen.

Was sind die Träume und Ziele eines KJBlers? Unsere Träume und Ziele sind in der Antwort auf die erste Frage des Katechismus enthalten. Wir haben eine Sendung und diese gilt es zu erfüllen, um unser Ziel anzuvisieren und zu erreichen. Unsere Sendung ist klar im Markusevangelium formuliert: „Gehet hin in alle Welt und lehrt die Völker das Evangelium“ (Mk 16,15). Damit ist nicht ausschließlich das Wort gemeint, sondern auch die Tat. Den Worten müssen Taten folgen, hat Goethe schon gesagt. Wir müssen den Glauben leben. Christ ist man nicht nur am Sonntagvormittag, sondern jeden Tag. Unser Denken und Handeln sollen vom Evangelium angeleitet sein. Nur wenn wir das Evangelium kennen, können wir auch unser Denken und Handeln danach ausrichten. Damit obliegt dem Christen erst recht die Pflicht, sich gleich Bernd und dem Spitzensportler, das religiöse Wissen anzueignen, zu vertiefen und in der Tat zu pflegen im Gebet, im Verhalten sich selbst und anderen gegenüber, in der Auswahl von Freizeitgestaltung, Musik, Kleidung usw. Viele verlassen die von Jesus gestiftete Kirche, weil sie ihr religiöses Wissen vergessen haben und sich nicht um Auffrischung und Weiterbildung bemühen. Sie verlieren das Ziel aus den Augen und gehen nicht mehr aus Überzeugung, sondern nur noch vom schlechten Gewissen getrieben zur Kirche. Angesichts der in heutiger Zeit schwerwiegenden und ungerechtfertigten Angriffe gegen die Kirche und der Unmoral wider alle Gebote Gottes in Schule, Studium und am Arbeitsplatz ist eine fundierte religiöse Bildung unerlässlich, um seinem Glauben treu bleiben zu können. Deshalb wird auch in diesem Jahr, in der Osterwoche (13. bis 18. April 2009) eine einwöchige Schulung im Exerzitienhaus Porta Coeli für KJBler und Interessierte gleichen Alters angeboten. Nicht nur wegen der hervorragenden Vorträge, sondern vielmehr auch wegen der besonders harmonischen Atmosphäre im Umgang und im Miteinander bei Sport, Spiel und Freizeit, in der man wahren christlichen Geist der Liebe spüren und atmen kann, lade ich Euch herzlich zu diesen unvergesslichen Tagen ein und wünsche Euch weiterhin viel Erfolg in Schule, Studium und Beruf sowie in der Treue zu Christus.

Euer Johannes Schlor, neuer KJB-Chef für Deutschland

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