Der Gerade Weg

Informationsportal der Katholischen Jugendbewegung

Wo in aller Welt liegt… Istrien?!?

Verfasst von dergeradeweg am 6. März 2009

Im Sommer ist es wieder so weit, da werden Isomatten, Schlafsack und Rucksack wieder hervorgeholt und Sonnencreme, Taschenmesser und Wanderschuhe eingepackt, denn dann geht es auf große Fahrt: Das Wanderlager 2009 steht vor der Tür!

istrienSicher wollen jetzt einige von Euch wissen, wohin es in diesem Jahr gehen wird. Nachdem es uns die letzten Jahre westwärts gezogen hat, um Spanien und Frankreich zu erkunden, wandern dieses Mal unsere Blicke und im Sommer dann auch unsere Füße in den Südosten Europas. Es geht in ein Land, das nicht nur durch Sonnenschein, Strand, Meer und Berge, sondern auch durch seine Kultur, Geschichte und Lebensfreude besticht – die Rede ist hier von der schönen Halbinsel Istrien!!

Tatsächlich ist es das erste Mal, dass ein Wanderlager nach Kroatien geht, das wegen seines gleichmäßigen Klimas und der Freundlichkeit seiner Bewohner längst schon als „bekannter Geheimtipp“ und als eines der schönsten Ferienländer Europas gilt, und deshalb schon einen recht großen Anhang bewundernder Urlauber gefunden hat…

Richtig verstanden ist das Wanderlager aber viel mehr als Urlaub. Neben dem Urlaubsgrund Nr. 1, nämlich einmal aus seinem Alltag herauszukommen – man schläft aus, geht baden, liegt in der Hängematte und tut überwiegend Dinge, die einem Spaß und Freude machen, um so den Körper zu entspannen –, gibt es etwas, das beim Faulenzen und Reisen mit Neckermann & Co. oft übersehen wird, und das ist unsere Seele.

Im Wanderlager aber sollen sich Körper UND Seele gleichermaßen erholen. Wandern und Pause machen; vielleicht einen Berg besteigen und dann mal einen Nachmittag am Meer verbringen; gemeinsam kochen, lachen, singen, kleine Abenteuer und große Freuden erleben – das ist der äußere Rahmen, in dem das Lager stattfindet. Aber der schönste Rahmen nützt nichts, wenn das Bild fehlt. Aber wie schaut das Bild aus?!

Wir sind in der Natur unterwegs – wir wandeln sozusagen im Garten Gottes. Überall sieht man seine Schöpferhand. Seine Größe ist im Meeresrauschen. Seine Majestät spiegeln die Berge wider. Von Seiner Lebensfreude singen die Vögel. Dem liebenden Vater, der auf alle unsere Schritte achtet, begegnet man im Wanderlager in besonderer Weise, denn man weiß ja weder, wo man am Abend schlafen wird, noch ob dort eine Waschgelegenheit oder ein Lebensmittelladen ist: Die Vorsehung tritt sichtbar an die Stelle des Zufalls und man fasst Mut, alles restlos in die Hände Gottes zu legen, kleine und große Sorgen.

Überall begegnen wir Ihm: Gott im Äußeren, in den täglichen Ereignissen, Gott im Nächsten und nicht zuletzt Gott in den Sakramenten. Der Erlöser wartet geduldig auf einen jeden von uns – und warum? Weil er uns liebt und uns deswegen nahe sein möchte. Wir treffen Ihn in den Kirchen, die auf unserem Weg liegen und die wir besuchen werden, in der hl. Beichte, zu der jeder kommen darf, und besonders in der hl. Kommunion, wenn er, um uns zu heiligen, in unsere Seele kommt. Somit ist die hl. Messe das Herzstück des Wanderlagers, der Quell, aus dem wir all unsere Kraft schöpfen,

Eine Kraft, die wir brauchen, damit das Lager fest aus den vier Prinzipien leben kann, die für sein Gelingen unbedingt nötig sind und die – aus dem allgemeinen Leben der KJB speziell auf das Wanderlager übertragen – dort unserer Meinung nach sogar in besonders wirkungsvoller Weise angewandt werden können.

Unser KJB-Programm nennt uns die zwei großen Ziele jedes christlichen Lebens: die eigene Heiligung und das Apostolat im Dienste der Heiligung unserer Mitmenschen. Beide Ziele lassen sich nicht eines ohne das andere verwirklichen – ohne eigenes Streben nach innerem Kontakt mit Gott kein fruchtbares Apostolat, ohne Apostolat aber auch keine echte Liebe zu Gott, dessen Wunsch und Wille unser Einsatz für die Ausbreitung des Glaubens ist.

So nimmt das Gebetsleben (1) einen wichtigen Platz im Lager ein, das dort umso einfacher realisierbar ist, als wir nicht in unserem täglichen Arbeitsrhythmus mit all seinen Ablenkungen stecken! Da wir in der Gruppe nicht alleine unterwegs sind, erhalten wir einerseits selbst Unterstützung, andererseits bietet sich vielfache Gelegenheit zu aktivem Einsatz (2) für die anderen, der umso leichter ist, je mehr er von Freundschaft (3) getragen wird – und wie wäre es einfacher, Freundschaften zu knüpfen und zu vertiefen, als längere Zeit gemeinsam mit den anderen zu leben? Alle drei bisher genannten Punkte aber kommen nicht mit bloßem gutem Willen aus, sondern erfordern eine intensivere Auseinandersetzung mit bestimmten Themen (4), die in unseren Gesprächen und den Diskussionsrunden am Wochenende stattfindet: Freundschaft beruht zu großen Teilen darauf, gemeinsam Fragen zu erforschen, sich dem anderen mitzuteilen und geistigen Austausch zu pflegen; den Glauben mit anderen zu teilen gelingt uns nur, wenn wir auch Fragen beantworten und unsere Überzeugungen erklären können; und schließlich erfordert auch das Gebet, unsere Beziehung zu Gott in gewissem Maße Wissen – denn was ich nicht kenne, kann ich auch nicht lieben.

In diesem Sinne tragen alle Bestandteile des Lagerlebens zur Erfüllung unserer zweifachen Lebensaufgabe bei, die Erholung ebenso wie schwierige Momente, in denen man im Gruppenleben sich selbst ein wenig zurücknehmen muss – und erfahrungsgemäß sind gerade auch die „geistigen“ Komponenten des Wanderlagers ein Teil des „gewissen Etwas“, das diese spezielle Art des Urlaubs für viele von uns so einmalig und unvergesslich macht.

Natürlich wird das Wanderlager von uns KJBlern organisiert – doch für wen? Wir wünschen uns, möglichst vielen Jugendlichen die Chance zu geben, an solchen Ferien teilzunehmen. Wenn daher jemand von Euch eine Freundin oder einen Kameraden mitbringen möchte, oder jemanden im Bekanntenkreis hat, dem das Lager vielleicht gut tun und gut gefallen würde, so macht Ihr uns die größte Freude, wenn Ihr neue Leute mitbringt! Bei Bedarf meldet Euch einfach, und wir senden Euch kostenlos und gerne ein schönes Faltblatt zu, das die nötigsten Infos für Interessierte enthält und garantiert Lust aufs Lagerleben weckt…! Am leichtesten aber werdet Ihr jemanden fürs Wanderlager begeistern können, wenn Ihr selbst mitkommt, denn: Kein Weg ist lang mit einem Freund ander Seite – wir freuen uns auf Euch!

Interesse geweckt? Dann nicht zögern und Infos anfordern unter: wanderlager09@googlemail.com

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Bilder vom Wanderlager 2008 können jetzt auf www.k-j.b.de angeschaut werden!

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