Der Gerade Weg

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Internationale Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. nach Lourdes

Verfasst von dergeradeweg am 21. Dezember 2008

von Maria Kristl

 

Endlich war es so weit: Nach wochenlanger Anspannung und Vorfreude auf die Wallfahrt nach Lourdes traten wir die Reise an. Am frühen Samstagmorgen war Treffpunkt in Freising Hauptbahnhof, wo wir gemeinsam mit dem Priesterseminar aus Zaitzkofen und einigen Gläubigen der Gemeinde Zaitzkofen mit dem Shuttlebus zum Flughafen gebracht wurden. Dort angekommen, mussten wir uns erst einmal alle abfertigen lassen. Wir eilten zu unserem Flugsteig, wo wir schon erwartet wurden und freundlich von der Stewardess aufgefordert wurden: „Bitte Ihre Flugtickets“. Der Reihe nach legte ein jeder von uns dieses vor, worauf wir dann in den Bus einstiegen, der uns zu unserem Flieger brachte. Als der Bus endlich anhielt, konnten wir nicht glauben, dass wir alle in diese kleine Maschine passen sollten, denn es waren etwa 80 Personen in dem Bus. Wir stiegen die Treppen zum Flugzeug hinauf und suchten die vorgeschriebenen Plätze, die wir für die nächsten zweieinhalb Stunden „unsere“ nannten. Die Flugbegleiter staunten nicht wenig, als sie sahen, dass sie so viele Geistliche an Bord hatten. Wir bekamen die allgemeinen Sicherheitshinweise mitgeteilt und vorgeführt, die vor jedem Flug bekannt gegeben werden müssen: wie man einen Sicherheitsgurt anlegt; was passiert, wenn der Druck in der Kabine fällt usw. Zum Schluss fügte die Stewardess angesichts der außergewöhnlichen Situation folgenden Satz hinzu:

„(…) und wir freuen uns sehr, heute so viel geistlichen Beistand bei uns begrüßen zu dürfen“. Sofort setzte ein kräftiger Applaus der Passagiere ein. Als wir dann endlich in der Luft waren, bekamen wir noch einmal die Möglichkeit, eine Luftaufnahme vom Flughafen zu machen. Danach ging es bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Frankreich, genauer gesagt, zu unserem Zwischenziel nach Toulouse. Wir flogen die Flugroute über die Alpen und die Schweiz. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis! Die Alpenspitzen ragten durch einen Meer von Wolken, einfach fantastisch! Es dauerte lange, bis wir wieder Worte finden konnten. Wie schön und unfassbar ist doch die Schöpfung Gottes! Die Stewardess bot uns im Laufe des Fluges eine kleine Stärkung an, die wir gerne in Anspruch nahmen. Die Zeit verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Wir vernahmen die Stimme des Flugkapitäns, der uns mitteilte, dass wir uns in aufrechte Haltung bringen und uns wieder anschnallen sollten, denn in kurzer Zeit beginne der Landeanflug auf Toulouse. Nach der guten Landung wurden wir dann mit zwei Bussen vom Rollfeld zum Flughafengebäude gebracht. An der Gepäckausgabe erhielten wir alle unsere Gepäckstücke wieder. Der Weg zum Ausgang führte uns an vielen staunenden Leuten vorbei, die wohl nicht alle Tage eine so große Gruppe von Priestern und Seminaristen in Soutane sehen!

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