Der Gerade Weg

Informationsportal der Katholischen Jugendbewegung

Editorial DGW 4/2008

Verfasst von dergeradeweg am 5. Dezember 2008

Liebe KJBler,

das Jahr neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Die vierte und letzte Ausgabe im 2008 bietet Euch ausreichend Lesestoff, um während der Feiertage einmal innezuhalten und den DGW zu lesen…

DGW-Spezial: Christkönigstreffen 2008

Am 18./19. Oktober fand im ostschweizerischen Wil das traditionelle Christkönigstreffen der KJB statt. Der DGW war vor Ort und hat die Ereignisse dieses Wochenendes für Euch in einer ausführlichen Reportage zusammengefasst. Ein Lichtblick des Treffens war sicherlich des Besuch des Generaloberen S.E. Bischof Bernhard Fellay, der dort einen Vortag gehalten und ein feierliches Amt zelebriert hat. Eine schriftliche Aufzeichnung seines Vortags, den er vor den anwesenden 200 Jugendlichen gehalten hat, ist ebenfalls in dieser Rubrik zu finden.KJB-Aktuell: Chorwoche & Lourdes

Im vergangen Sommer fand unter der Leitung von Pater Leonard Amselgruber die alljährliche Chorwoche statt. Geprobt wurde in Mels und aufgeführt wurde die G-Dur-Messe von Franz Schubert anlässlich eines Brautamtes ehemaliger KJBler in Wil und des Sonntagshochamts in München. Zum Christkönigstreffen – rund zweieinhalb Monate später – haben sich Sänger und Musiker wieder getroffen und auch dort noch einmal ihr Bestes zur Ehre Gottes gegeben. Theresia Mayr berichtet von der Chorwoche 2008.

Lourdes Ende Oktober: Drei Tage herrschte an der Grotte der Erscheinungen der Unbefleckten vorkonziliarer „Ausnahmezustand“. Weit über 20.000 Pilger begleiteten rund 300 Kleriker und die vier Weihbischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. zum größten nachkonziliaren Treffen der Tradition. Die Priesterbruderschaft hatte vom 25. bis 27. Oktober 2008 nach Lourdes gerufen, um dort die 150-Jahrfeier der Erscheinungen der Gottesmutter an die hl. Bernadette Soubirous zu begehen, die Jubiläumsablässe zu gewinnen und der Gottesmutter für das 20-jährige Jubiläum der Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre zu danken. Wie konnte der DGW da fehlen? Selbstverständlich war eine Vertreterin der Redaktion vor Ort und berichtet uns über die Ereignisse.

Feuilleton: Tolkiens christliche Botschaft

Wo der Name des berühmten Schöpfers der „Herr der Ringe“-Saga auftaucht, da wird er auch oft vereinnahmt und missverstanden. Die wenigsten kommen leider auf die Idee, eine Verbindung zwischen seinen aufregenden Geschichten und dem katholischen Glauben herzustellen. Dabei war der Autor tiefgläuber Katholik! Welche Botschaft will Tolkien uns also vermitteln? Worin sieht er seinen schriftstellerischen Auftrag? Cosima Gillhammer hat einen sehr interessanten Artikel über Tolkiens christliche Botschaft geschrieben, der viele Fragen beantwortet und den ich sehr empfehlen kann.

Gesellschaft: EU will letzte geschlechterspezifische Unterschiede beseitigen

Sie sind eine aussterbende Gattung – die Hausfrauen. Jetzt will ihnen auch die EU an den Kragen und Werbung mit Müttern an Waschmaschine oder Herd verbieten. Denn sie läuft laut Brüssel dem Gleichstellungsauftrag zuwider. Die EU-Parlamentarier haben sich also wieder einmal ein Verbot ausgedacht. Jetzt wollen sie Hausfrauen aus der Fernseh-Werbung verbannen. Denn Werbefilme mit kochenden Müttern und waschenden Omis sind – so die Brüsseler Meinung – „herabwürdigend, beschämend und erniedrigend“. Solche „klischeebehafteten“ Bilder sollen künftig nicht mehr gesendet werden. Der Vorstoß stammt von der Schwedin Eva-Britt Svensson. Geschlechterklischees in der Werbung „stecken Frauen, Männer, Mädchen und Buben in eine Zwangsjacke, beschränken sie auf vorgegebene künstliche Geschlechterrollen, die oftmals herabwürdigend, beschämend und erniedrigend für beide Geschlechter sind“, meint die Abgeordnete der Vereinigten Linken. Deshalb soll die Frau an der Waschmaschine ebenso aus der Fernsehwerbung verschwinden wie der rasenmähende Mann – vor allem um schlechten Auswirkungen auf unsere Kinder vorzubeugen. Warum Frau Svensson nicht Recht hat, erläutert der Bonner PD Dr. Heinz-Lothar Barth.

DGW-Journalistenpreis 2008:

Wie viele Publikationsorgane vergibt auch unsere Zeitschrift eine Auszeichnung für exzellente journalistische Artikel oder Reportagen. Der Preis soll einen konkreten Beitrag zur Förderung der journalistischen Qualität des Geraden Weges leisten. Die Redaktion hat eine Vorauswahl getroffen, den endgültigen Preisgewinner aber bestimmt Ihr, die Leser des DGW. Wie das Wahlverfahren durchgeführt wird, erfahrt Ihr in der Rubrik Diverses.

 

Zum guter Letzt

Ich bin einmal gefragt worden, wie man konkret aus der Weihnachtsroutine ausbrechen und dieses Fest wieder tiefer erleben könne? Ich denke, diese Frage werden sich viele schon gestellt haben, die die Kindheit längst hinter sich gelassen haben. Nun, alles was in einem zeitlichen Rhythmus wiederkehrt und sich im Menschenleben wiederholt, kann auch der Routine anheimfallen und so schal und brüchig werden. Der Gefahr der Veräußerlichung, der Sinnentleerung des Festes ist grundsätzlich mit aufrichtigem Willen zu begegnen. Das Ziel muss lauten: zurück zum Ursprung, zum wahren Sinn des Weihnachtsfestes in der geistigen Begegnung mit dem Kind von Bethlehem, mit Christus dem Herrn. Es ist dies eine Begegnung mit dem Licht Christi, das immer auch den Ernst des Opfers für die anderen mit einschließt. Wer das bedenkt, wird der Gefahr der Routine entgehen.

In diesem Sinne wünschen ich und die gesamte Redaktion Euch, liebe KJBler, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2009. Der DGW wird Euch auch im kommenden Jahr begleiten – danke, dass Ihr ihm die Treue haltet!

Euer Matthias Schäppi

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