„Wir kommen alle in den Himmel …“ – die Geburt des anonymen Christen

29. Januar 2012 Hinterlasse einen Kommentar

von Anton Löhmer

Während noch vor wenigen Jahrzehnten der Katholizismus in großen Teilen der Welt das Leben der Gesellschaft, der Familien und der Individuen mit großer Selbstverständlichkeit prägte und die abendländische Kultur mit dem Christentum untrennbar verwoben war, findet sich der Katholik heute in einer Minderheitenposition wieder und wird mit Unannehmlichkeiten konfrontiert, die früheren Generationen in der Regel unbekannt waren: Während das Gebet, die Sakramente und die Achtung vor der Lehre der Kirche einstmals Allgemeingut waren, erfordern die Treue im Glauben und die Befolgung der Gebote heute eine starkmütige und bewusste Entscheidung gegen die Prinzipien und Gepflogenheiten der säkularisierten Massengesellschaft, welche nicht selten mit sozialer Isolation und manchmal mit offenen Anfeindungen sanktioniert wird. Doch eine noch viel größere Belastung ist womöglich die Tatsache, dass wir tagtäglich im Berufsleben, an der Universität oder in der Schule und leider oft auch im engsten Freundes- und Familienkreis mit Personen zu tun haben, die sich allem Anschein nach auf dem Weg in die Hölle befinden.

Die Tragödie des Unglaubens erlangt in der säkularen und multikulturellen Gesellschaft eine besondere Dringlichkeit. Zahlreiche Christen empfinden es als unerträglich und geradezu unvorstellbar, dass die meisten Menschen verloren gehen, ja geradezu als unvereinbar mit dem Glauben an die Barmherzigkeit Gottes. Die Theologie der Allerlösung, das konsequente Endprodukt des Ökumenismus, stellt nichts anderes als einen Versuch dar, eine Heilsmöglichkeit für die zahllosen Seelen zu konstruieren, welche nicht der katholischen Kirche angehören. Im Folgenden sollen im Lichte der überlieferten katholischen Lehre die philosophischen Grundlagen der ökumenistischen Theologie herausgearbeitet und nachgewiesen werden, dass diese, obgleich sie aus einer menschlich durchaus nachvollziehbaren Regung des Mitleids hervorgegangen sein mag, mit den wesentlichen Grundlagen des Katholizismus unvereinbar sind. Weiterlesen…

Kategorien:DGW-Spezial

Grußwort von Pater Firmin Udressy im DGW 4/2011

19. Januar 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Liebe KJBler!

„Wir glauben an die Liebe Gottes!“ Während dieses Jahres haben wir uns bemüht, auf den Spuren von Erzbischof Lefebvre die Liebe Gottes besser kennenzulernen. Ich hatte Euch das Buch „Das Geheimnis unseres Herrn Jesus Christus“ empfohlen. Wie der hl. Grignion de Montfort schreibt: „Jesus Christus, die ewige Weisheit, ist alles, was ihr ersehnen könnt und sollt, begehrt ihn, sucht ihn, weil er diese einzigartige und kostbare Perle ist; es darf euch kein Problem darstellen, all das zu verkaufen, was ihr habt, um sie zu erwerben. […] Jesus Christus, die menschgewordene Weisheit zu kennen, heißt genügend wissen. Alles zu wissen und ihn nicht zu kennen, heißt nichts zu wissen“ (aus: „Die Liebe zur ewigen Weisheit“, zitiert in „Geheimnis unseres Herrn Jesus Christus“ von Erzbischof Lefebvre, S. 45–46).

Einen Punkt möchte ich Eurer Betrachtung besonders empfehlen: die Seele unseres Herrn Jesus Christus. Die Seele Christi ist wenig bekannt. Viele eifrige Katholiken denken nicht daran, dass Jesus eine menschliche Seele hat.
Es ist ein Dogma, dass Jesus eine menschliche Seele hat: Et homo factus est – „Er ist Mensch geworden.“ Wenn Gott nur einen menschlichen Leib angenommen hätte, wäre er nicht wirklich Mensch geworden. Denn der Mensch besteht aus Leib und Seele. Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch und hat als Mensch sowohl einen Leib als auch eine menschliche Seele wie die unsere, d. h. begabt mit einem menschlichen Verstand und Willen.

Die Heilige Schrift berichtet uns von der Seele Christi: Im Ölgarten sagte Jesus: „Meine Seele ist betrübt bis in den Tod“ (Mt 26,38). Die verschiedenen Reaktionen Jesu, wie Trauer, Zorn, Dankgebet, Verwunderung, Angst vor dem Leiden, setzen eine geistige Seele voraus. Weiterlesen…

Kategorien:Editorial

Facebook: Piusbruderschaft offiziell online!

11. Januar 2012 Hinterlasse einen Kommentar
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Ausgabe 4/2011 – Seit Mitte Dezember erhältlich!

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DGW Journalistenpreis 2011

26. Dezember 2011 4 Kommentare

Liebe DGW-Leser,

herausragende journalistische Arbeiten sollen geehrt werden. Wie in den vergangenen drei Jahren habt Ihr auch in diesem Jahr die Möglichkeit, den Autoren oder die Autorin zu prämieren, welcher/welche Eurer Meinung nach den besten Artikel geschrieben hat. Dem Gewinner winkt ein Büchergutschein im Wert von 50 Euro, welcher großzügigerweise vom Sarto-Verlag gesponsert wird.

Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Wettbewerb Euch anregen würde, im kommenden Jahr selber für den DGW tätig zu werden und einen kleinen Artikel, eine Reportage, einen Kommentar oder ein Essay zu verfassen. Die Redaktion freut sich über JEDEN Beitrag!

Eine Vorauswahl der besten acht Artikel hat die Redaktion bereits vorgenommen. Jetzt liegt es an Euch, zu entscheiden, welcher davon in die Annalen des Geraden Weges eingehen soll …

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Ursachen der Kirchenkrise (letzte Folge)

19. Dezember 2011 Hinterlasse einen Kommentar

8. Kapitel: Zweites Vatikanum – Der Sieg des Modernismus

 

Papst Pius XII. hatte sich freilich noch dagegen gewehrt, aber als Papst Johannes XXIII. ein Konzil einberief, um die Kirche zur Welt hin zu öffnen, bemerkte man plötzlich, dass die große Mehrheit der Bischöfe zur Phalanx den Modernisten zählte, ebenso eine Vielzahl der Kardinäle – ja selbst der Papst!

Diese Feststellung stammt nicht von mir, sondern von den Verantwortlichen der Kirche selbst.

So erklärte Kardinal Suenens am 15. Mai 1969 in einem Interview unverblümt: „Man könnte eine beeindruckende Liste von Thesen [d. h. von Wahrheiten] erstellen, die Rom vor dem Konzil als einzig gültig gelehrt hatte und die von den Konzilsvätern einfach hinweggefegt wurden.“ Pater Yves Congar OP wurde noch deutlicher: „Man kann nicht leugnen, dass ein solcher Text [die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit] materiell etwas anderes sagt als der Syllabus von 1864 [von Pius IX.][1]

Pater Caporale legte folgendes Zeugnis ab: „Anfänglich waren die Konzilsideen lediglich die Ideen einiger Anführer, aber dann sind sie die Ideen der Mehrheit der Konzilsväter geworden. Auch ich hatte ursprünglich eine relativ rückständige (!) Auffassung; jetzt aber teile ich die Meinung der Mehrheit. [...] Mithilfe unseres sozialen Gewissens marschieren wir in Richtung eines neuen Geistes.“

Henri Kardinal de Lubac SJ berichtete, dass Mgr. Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., einer der Ersten gewesen war, der die Parole von der „Öffnung“ ausgab, und dass er „diese Parole in seiner Umgebung, in Polen und wie auch in Rom verbreitete“. Kardinal de Lubac führte genauer aus, dass diese „Öffnung“ hauptsächlich den Ökumenismus und die Religionsfreiheit bedeutete.

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Ursachen der Kirchenkrise (Teil 7/8)

6. Dezember 2011 4 Kommentare

7. Kapitel: Der Feind ist ins Innere der Kirche eingedrungen: Die Modernisten

 

Die Päpste des 19. Jahrhunderts haben natürlich all das gebrandmarkt, was ich Dir gerade erklärt habe: Papst Gregor XVI. verurteilte all die Freiheiten, die Lamennais den Revolutionären zugestanden hatte; Papst Pius IX. verdammte erneut deren Irrtümer und Papst Leo XIII. versuchte in einer ganzen Reihe von Enzykliken, den falschen Geist der Liberalen wieder zu berichtigen.

Schlussendlich war es der hl. Papst Pius X., der einen neuerlichen Vorstoß der Feinde Gottes brandmarkte: Von da ab befanden sie sich nicht mehr nur außerhalb der Kirche, sondern innerhalb, weshalb es nun galt, sie auch im Innern zu bekämpfen. Um diese Feinde besser enttarnen zu können, gab Pius X. drei Punkte an, anhand derer man sie erkennen konnte: 1. Sie brachten all die Irrtümer mit, welche die Kirche bis dahin verurteilt hatte; 2. sie trachteten danach, die Kirche in ihrem Wesen zu verändern, um aus ihr eine Komplizin der Revolution zu machen; 3. diese Dreistigkeit würde sie aber leicht auffliegen lassen, weshalb sie sich zur Tarnung den Anstrich eifriger Katholiken gaben.

Betrachten wir diese Dinge ein wenig im Detail, denn jetzt befinden wir uns im Kern der Antwort auf die Frage, die Du mir gestellt hast.

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Kategorien:DGW-Spezial

Ursachen der Kirchenkrise (Teil 6)

4. Dezember 2011 Hinterlasse einen Kommentar

6. Kapitel: Das 19. Jahrhundert – Restauration und Liberalismus

 

Nach den Stürmen der Revolution wurde man sich darüber klar, dass man zur Ordnung und zur Religion zurückkehren müsse. Es kam jedoch plötzlich ein außergewöhnlicher und seltsam befremdlicher Umstand zum Tragen, welcher Dir die gegenwärtige Krise in unserer Kirche begreiflich macht: Die Revolution wurde von Leuten unserer Seite gerettet, die Feinde Gottes wurden von Katholiken gerettet und die Republik wurde von Royalisten begründet! Völlig unverständlich muss uns das erscheinen, und dennoch hat es sich genau so zugetragen.

Man bezeichnet diese Leute als „Liberale“ oder „liberale Katholiken“, und es handelt es sich um äußerst wichtige Persönlichkeiten: Sie sind intelligent, brillant und kultiviert; sie sind gewohnt zu befehlen, sie sind Anhänger von Recht und Ordnung, Religion, Moral – d. h., sie stimmen im Prinzip mit uns auch in derselben Wahrheit überein, bis auf einen großen Fehler, den sie dabei begehen: Sie wollen der Welt gefallen, d. h., sie wollen ein gutes Ansehen genießen. Noch genauer: Sie wollen, dass man ihre hervorragende Intelligenz hochschätzt. Sie sind davon überzeugt, dass es außer ihnen selbst keine wahrhaft kultivierten Leute gebe; wenn sie also Zurückweisung erfahren würden, dass dann zusammen mit ihnen auch alle Kultur verschwände. So streben sie danach, unter allen Umständen anerkannt zu sein.

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Ursachen der Kirchenkrise (Teil 5)

28. November 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Immanuel Kant (1724–1804)

5. Kapitel: Das Jahrhundert der

„Aufklärung“

 

Seit Luther ist der Mensch total frei – und um frei bleiben zu können, hat er die Autorität der Kirche verworfen. Du verstehst aber wohl, lieber Bernhard, dass der Mensch sich somit in den Zustand des Aufbegehrens versetzt. Er weiß das genau, und sein Gewissen macht ihm dies zum Vorwurf.

Die Feinde Gottes gingen alsbald zur nächsten Etappe über: Nach ihrem Aufbegehren behaupteten sie, sie hätten das Recht zum Aufruhr gehabt. Nachdem sie die Kirche verworfen hatten, behaupteten sie zudem, die Kirche hätte sie betrogen und sie würden nunmehr die Wahrheit ans Tageslicht bringen. Dies sollte mithilfe einer neuen Gesellschaftsform geschehen, in der nicht mehr alles auf Gott hin ausgerichtet wäre, sondern auf den Menschen und seine Freiheit.

Du verstehst, dass wir bei einem sehr folgenschweren Zeitabschnitt angelangt sind.

Stelle Dir einmal vor, lieber Bernhard, einer Deiner Freunde würde seinem Vater nicht mehr gehorchen wollen. Er wäre zunächst nur heimlich ungehorsam, nach und nach aber immer unverblümter, sobald er auf seinen Ungehorsam nicht mehr verzichten könne. Alsbald würde sein Vater einschreiten. Stelle Dir dann vor, dass Dein Freund dem Vater Folgendes entgegnen würde: „Wer hat dir erlaubt, mich herumzukommandieren? Ich bin frei!“ Dein Freund befände sich damit in einer anormalen Lage: nämlich im Zustand des Aufruhrs. Nun stelle Dir vor, Dein Freund hätte darüber nachgedacht und erklärte nun: „Ich hab’s! Mein Vater hat mich belogen! Er hat mir gesagt, seine Autorität käme von Gott, aber das ist nicht wahr! Es gibt gar keine Autorität; Gott hat die Autorität weder geschaffen noch gewollt, noch geschützt! Er wollte die Freiheit jedes einzelnen Menschen und Er wollte auch meine Freiheit! Meine Freiheit ist göttlich! Also darf mir nicht nur niemand vorschreiben, was ich tun soll, sondern ebenso wenig, was ich zu denken oder zu lieben habe!“ Dies wäre eine vollständige Revolution, die sogar noch wesentlich schwerwiegender wäre als der anfängliche Ungehorsam! Die Familie wäre durch eine neue – eine revolutionäre – Ordnung ersetzt worden, obwohl es eine Dreistigkeit wäre, dies auch noch als „neue Ordnung“ bezeichnen zu wollen! Weiterlesen…

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Ursachen der Kirchenkrise (Teil 4)

23. November 2011 Hinterlasse einen Kommentar

4. Kapitel: Der Protestantismus

 

Die Renaissance war jedoch nur ein Vorspiel. Sie hatte den Geschmack an der Freiheit und am Vergnügen verliehen, wenngleich die Christenheit und die Kirche immer gegenwärtig waren. Letztere sind es aber, die die Feinde Gottes fortan zu zerstören trachteten. Den Anfang machte Luther, der Begründer des Protestantismus.

Du weißt, dass die Erbsünde in uns eine Verwundung zurückgelassen hat, eine schlechte Neigung, die schlechte Begierden verursacht: die Gelüste des Fleisches, das Verlangen, aus allem, was uns umgibt, Gewinn zu schlagen und die schwerwiegendste Begierde, das Verlangen nach Unabhängigkeit und die Herrschsucht: den Stolz. Man nennt sie alle zusammengenommen auch die „dreifache Begierlichkeit“.

Du weißt ebenfalls, dass Jesus Christus, obwohl er die Erbsünde durch das Sakrament der Taufe getilgt hat, die schlechten Begierden in uns nicht beseitigt hat, uns aber die Gnade gibt, um ihnen zu widerstehen. Wenn wir also der Gnade treu bleiben, dann werden wir die Versuchungen besiegen und können über unseren Sieg glücklich sein. Dies ist übrigens der Grund dafür, warum uns Jesus Christus kämpfen lässt: Es nützt uns in zweifacher Weise, nämlich Ihm unsere Treue unter Beweis zu stellen sowie uns über den errungenen Sieg zu freuen. Dieser Kampf in uns selbst ereignet sich genauso auch in der Kirche und ist in der gesamten Menschheitsgeschichte wiederzufinden, wie ich Dir zu Beginn erklärt habe. Weiterlesen…

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Ursachen der Kirchenkrise (Teil 3)

20. November 2011 Hinterlasse einen Kommentar

3. Kapitel: Der Humanismus und die Renaissance

 

Selbstverständlich konnten die Feinde Gottes Gott nicht direkt bekämpfen, sie gingen also dazu über, den Menschen zu verherrlichen, ihm eine Größe und Würde zu verleihen, die er schlichtweg nicht hat. Denn für sie beruht die Würde des Menschen vor allem auf seiner Freiheit, und zwar einer Freiheit als etwas Absolutes verstanden, also das genaue Gegenteil von dem, was ich Dir erklärt habe. Für sie ist die Freiheit die Unabhängigkeit des Menschen von Gott und von Gottes Gesetz.

Anfangs wollten sie noch nicht sogleich behaupten, der Mensch sei völlig unabhängig; aber er sei es in allem, was nicht unmittelbar in Zusammenhang mit Religion und Moral stehe, wie zum Beispiel in den Wissenschaften, in der Literatur und in der Kunst.

Diese Unabhängigkeit in der Literatur und in den Wissenschaften bezeichnet man als Humanismus. Du bemerkst sofort an dem Namen „Humanismus“, den sie sich zugelegt haben, dass sie den Menschen verherrlichen. Der Humanismus wird Dich nicht so sehr interessieren, lieber Bernhard, aber ich füge noch einige Worte für die Erwachsenen hinzu, die diese Zeilen lesen.

Unter dem Vorwand der Wiederentdeckung der antiken Kulturen Griechenlands und Roms wollten die Humanisten sich in Wirklichkeit von der Genauigkeit christlicher Theologie und Philosophie lösen, die sie als einengend und zu wenig lebendig verurteilten, obwohl die Kirche sie uns als vollkommenen Ausdruck ihrer Lehre, des Glaubens und seiner Grundlagen empfiehlt. Es liegt auf der Hand, dass die Humanisten mit der Geringschätzung der christlichen Philosophie und Theologie natürlich auch gleichzeitig die Lehre verachteten, die in ihnen enthalten ist. Weiterlesen…

Kategorien:DGW-Spezial

Ursachen der Kirchenkrise (Teil 2)

14. November 2011 8 Kommentare

2. Kapitel: Die Christenheit 

Ich werde nicht versuchen, Dir weiszumachen, dass in jener Epoche alles gut gewesen sei, aber man war damals von dem Bewusstsein beseelt, dass Gott den Menschen auf Erden dazu erschaffen hat, um Ihn zu ehren, zu loben und Ihm zu dienen; und man wusste, dass Gott alles, was Er erschaffen hatte, dem Menschen zur Verfügung gestellt hatte, um Ihm dadurch zu dienen. Sei es die Kirche samt all ihren Gnadenschätzen, seien es aber auch das Leben selbst, unsere Vernunft und unser Leib, die Ehe und das Priestertum, die Schönheit der Natur, die Nahrung, die Reichtümer oder selbst das Spiel, aber auch alle anderen Menschen, ob sie uns nun gleich- oder höhergestellt seien, wie Könige oder Staatsoberhäupter: Sie alle sind von Gott gewollt und Er hat sie den Menschen zu diesem einzigen Zweck gegeben: damit alle Menschen Gott dienen und so ihre Seele retten.

Dies alles ist eine Tatsache. Man mag damit nicht einverstanden sein, allein, das ändert an der Tatsache nichts. Wie zum Beispiel auch ein Kind nicht damit einverstanden sein mag, seinem Vater zu gehorchen – dennoch bleibt es sein Vater, der Autorität über es ausübt. Das ist nur natürlich, denn so hat Gott die Natur erschaffen – das ist alles.

Kein rechtschaffener Mensch wird jedoch diese Ordnung verwerfen wollen und sie als eine Bürde betrachten. Er wünscht sie vielmehr als eine Wohltat herbei, die ihm erlaubt, sein Leben unter den bestmöglichen Bedingungen erfolgreich zu gestalten.

Du weißt doch zum Beispiel, dass die Berufe in Zünften organisiert waren, die den Arbeitern die bestmöglichen Rahmenbedingungen schufen, um ihre Familien zu ernähren. Diese Berufsstände heiligten das Handwerk, stellten die Aufstiegsmöglichkeiten der Gesellen sicher, überwachten die Arbeitsqualität der Meister und wiesen somit zum Wohle aller einem jeden seinen Platz zu. Weiterlesen…

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Ursachen der Kirchenkrise (Teil 1)

11. November 2011 10 Kommentare

Antwort an einen jungen Mann – von Pater Pivert

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Lieber Bernhard!

Du hast mich gebeten, Dir die Dinge zu erläutern, die sich in unseren Tagen in der Kirche zutragen; hierzu beglückwünsche ich Dich! In der Tat müssen wir über alles nachdenken, was uns betrifft, und versuchen, es zu verstehen. Dies gilt vor allem dann, wenn es sich um eine so wichtige Sache wie unsere Religion handelt – wenn es darum geht, was Gott für uns bedeutet. Unser ganzes Leben hängt genau von dieser Frage ab, also Dein Heil sowie das Heil all derer, welche Dir in einigen Jahren anvertraut sein werden.

Du bist nicht der Einzige in dieser Lage, und es ist von großer Wichtigkeit, dass alle Gläubigen erfahren, was ich Dir im Folgenden erkläre. Ich beschränke mich deshalb nicht auf eine speziell an Dich gerichtete Antwort, sondern widme Dir sowie all den anderen hiermit eine besondere Ausgabe der Zeitschrift „Glaubenskampf“.

Erlaube mir, meine Ausführungen mit einem Wunsch einzuleiten: Möge die vorliegende Ausgabe Dir helfen, wiederum andere aufzuklären, auf dass Jesus Christus immer besser gekannt und immer mehr geliebt werde.

 

1. Kapitel: Das Leben der Kirche ist ein einziger Kampf

 

Anders, als Du vermutlich annimmst, ist die gegenwärtige Krise keineswegs neu. „Zweierlei Liebe hat die beiden Staaten begründet – die bis zur Verachtung Gottes gesteigerte Selbstliebe den Weltstaat und die bis zur Verachtung seiner selbst gehende Gottesliebe den himmlischen Staat“, lehrt uns bereits der hl. Augustinus[1]. Der hl. Paulus wird noch etwas präziser: „Denn, obwohl sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt, noch ihm gedankt, sondern wurden töricht in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Weise meinten sie zu sein und sind Toren geworden… Den wahren Gott haben sie mit falschen Götzen vertauscht und die Geschöpfe verehrt und angebetet anstatt des Schöpfers, der gepriesen sei in Ewigkeit“ (Röm 1,21–25).

Das Neue an der heutigen Lage ist, dass es sogar Männer der Kirche selber sind, die ihren Verstand verloren haben, wie ich Dir hier aufzeigen will. Weiterlesen…

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Die Kolumne von Sperling

29. Oktober 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Das Böse in der Welt

Ich kann Menschen verstehen, die dieser Gesellschaft gerne den Rücken kehren, um im Kreise ihrer Familie, ihrer vertrauten Freunde oder auch alleine, des „Pudels Kern“ im Leben zu finden. Es ist schwer heutzutage, Parrhesia (der Redefreiheit, offen und wahrhaftig ohne Umschweife seine Meinung zu sagen) zu Ehren, die Wahrheit auszusprechen. Zumal es schon schwierig genug ist, überhaupt das Wahre zu erkennen, da so vieles vertuscht wird, wurde und werden wird. Aber es lassen sich dann doch Strukturen erkennen, die hauptsächlich durch Zeitzeugen belegt sind. Das Neue Testament ist eine solche Sammlung überlieferter Tatsachenberichte von Augenzeugen einer bestimmten Zeit, in welcher der Sohn Gottes und Mariä auf der Erde lebte.

WikiLeaks ist ’ne Lachnummer – fürs Erste. Eher analytisch betrachtet wird WikiLeaks mit zu den Damoklesschwertern unserer Gesellschaft zählen, die jederzeit kriegsschürendes Material veröffentlichen können. WikiLeaks ist der neue „Wahrsager“, der Verborgenes aufdeckt. Entweder sie bleiben Robin Hood oder sie enden wie alle, die an der Verantwortung scheiterten. Wir wollen uns doch bitte nichts vormachen, aber wer auch nur einigermaßen instruiert ist, der weiß, dass WikiLeaks, egal was die Medien berichten, durch sehr, „sehr gute Quellen unterstützt wird“, so der ChaosComputerClub, dem man das uneingeschränkt glauben darf. Wenn diese Quellen allgemein als Hacker verschrien werden und in Zukunft versiegen sollten, weil WikiLeaks selber als Hackerklub gilt, dann wäre das Ziel der Enthüllungsgegner erreicht.

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Kategorien:DGW-Aktuell

Grußwort von Pater Pirmin Suter, DGW 3/2011

15. Oktober 2011 1 Kommentar

Liebe KJBler,

vor einiger Zeit habe ich mit vier Jugendlichen eine Berechnung durchgeführt. Die Frage lautete: „Wofür nimmt sich ein Jugendlicher wie viel Zeit während eines Jahres?“ Da die Ergebnisse bei jedem Jugendlichen anders ausfallen können, würde es sich lohnen, wenn jeder für sich persönlich mitrechnen würde. Folgende Angaben stammen von oben genannten vier Jugendlichen.

Tagtäglich schläft man 8 Stunden, macht 2920 Stunden im Jahr. Fürs Essen benötigt man etwa 1 1/3 Stunden; zählt man alle größeren und kleineren Mahlzeiten des Tages zusammen, macht das im Jahr 487 Stunden. Für die eigene Körperpflege (Zähne putzen, waschen, duschen …) und das Aufrechterhalten der Schönheit (eitles Spiegelschauen, schminken …) verwenden Jugendliche eine Stunde pro Tag, macht im Jahr 365 Stunden. Rechnet man für Hobbys und Freizeit rund 2 Stunden, macht das im Jahr 730 Stunden. Manche sitzen 1 1/2 Stunden täglich vor dem Computer, ergibt 548 Stunden im Jahr. Rechnet man für Beruf bzw. Schule durchschnittlich 8 Stunden am Tag, kommt man im Jahr auf 2920 Stunden. Rund 10 Minuten am Tag nehmen sich diese Jugendlichen Zeit fürs Gebet (Morgen-, Abend- und Tischgebet). Rechnet man die Sonntagsmesse dazu, kommt man auf etwa 140 Stunden im Jahr. Nicht ganz zwei Stunden bleiben für die unterschiedlichsten Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Abwaschen, Putzen, Lesen, Faulenzen oder einfach Plaudern, macht 651 Stunden im Jahr. Weiterlesen…

Kategorien:Uncategorized
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