Gedanken zum Advent und dem Weihnachtsfest

23. Dezember 2009

Memoria, Mysterium und Prophetia – eine dreifache Sicht

Wenn wir nach vielen Wochen der Nachpfingstzeit die erste Vesper vom Adventssonntag singen und damit das neue Kirchenjahr einläuten, fällt uns sofort ein großer Unterschied auf: Vorher war die Liturgie bescheiden und nüchtern, jetzt ist sie poetisch, voll Gemüt und Stimmung. Der erste Gesang: „An jenem Tage wird Süßigkeit träufeln…“ äußert sofort, dass wir in eine hoffnungsfrohe, botschaftsreiche Zeit treten, eine Zeit der Erwartung, Sehnsucht und Freude. Pius XII. erklärte in seiner Enzyklika „Mediator Die“ die Bedeutung der Liturgie im Kirchenjahr folgendermaßen:

„Das liturgische Jahr, von der Frömmigkeit der Kirche genährt und begleitet, ist nicht eine kalte, leblose Darstellung längst vergangener Dinge oder eine einfache, bloße Erinnerung an Ereignisse aus einer frühen Zeit. Vielmehr ist es Christus selbst, der in seiner Kirche fortlebt und der da den Weg seines unermesslichen Erbarmens weitergeht, den er selbst in diesem sterblichen Leben, als er Wohltaten spendend dahinging, begonnen hat in der liebevollen Absicht, dass so die Menschen mit seinen heiligen Geheimnissen in Berührung kämen und sozusagen in ihnen lebten.“

Aus diesen Worten resultierend wird das Kirchenjahr also zum „Christusjahr“. In der Adventszeit wird wie in jeder Festzeit dieses Christusjahres eine dreifache Sicht deutlich: die der memoria, die des mysteriums und der prophetia.

Die memoria ist die Erinnerung des einmaligen Geschehens der Vergangenheit. In der Adventszeit wird in diesem Sinne erinnert an das jahrtausendelange Warten des Heilsvolkes der Juden auf den Messias (ein Warten, das nur für die Christenheit mit der Geburt Christi beendet wurde) und das Warten aller adventlichen Völker auf den Heilbringer, der ihre Sehnsüchte, Träume, Wünsche erfüllt.

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DGW – Journalistenpreis 2009

15. Dezember 2009

Wie im letzten Jahr findet auch diesmal wieder die Vergabe des Journalistenpreises statt. Damit sollen die herausragenden Leistungen von Autoren geehrt werden, die sich verdient gemacht haben.

Die Redaktion hat bereits eine Nominierung der besten 10 Artikel vorgenommen. Das Auswahlkriterium bei dieser Vorauswahl ist die jeweilige Resonanz, die entweder durch Zuschriften an die Redaktion oder die häufigen Zugriffe auf der Website ermittelt wird.

Wer als Sieger gekürt wird, entscheidet Ihr, die Leser des DGW. Die Umfrage läuft bis zum 31. Dezember 2009.

Maria in unserem Leben

15. Dezember 2009

von Michaela Mengele

Suche, oh Mensch, den Plan Gottes zu verstehen und erkenne, dass es ein Plan der Weisheit und der Barmherzigkeit ist. Da er den ganzen Boden mit dem himmlischen Tau benetzen wollte, hat er zuerst das Wollen benetzt: da er das ganze Menschengeschlecht erlösen wollte, hat er in Maria den ganzen Preis des Loskaufs hinterlassen … Versuchen wir also besser zu verstehen, mit wie viel demütiger Zuneigung Gott will, dass wir Maria verehren … Verehren wir Maria also mit allen Fasern unseres Herzens, mit aller Liebe und allen Wünschen unserer Seele, denn dies ist der Wille dessen, der wollte, dass alles durch Maria kommen sollte. Ja, gewiss es ist sein Wille, doch es ist auch unser Interesse“. Der große Heilige Bernhard von Clairvaux (um 1090–1153), ein Dichter der Größe und der Schönheit der universalen Berufung der Jungfrau Maria, hat uns auch in diesem soeben zitierten Ausschnitt eine eindeutige Aussage über die Bedeutung der Marienverehrung im Leben jedes Menschen, der sich dem Plan der göttlichen Liebe öffnet, aufgezeigt.

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Chorwoche 2009

7. Dezember 2009

von Cosima Gillhammer

Wie beschreibt man die Chorwoche? Wie kann man all die Erlebnisse dieser einzigartigen Woche in Worte fassen? Wie schildert man die Begeisterung, die bei den Teilnehmern spürbar war, die Freude am beständigen Wachsen eines anspruchsvollen Musikstücks, die Entwicklung, die innerhalb weniger Tage aus flüchtigen Bekanntschaften gute Freundschaften entstehen ließ? Wie erklärt man das unter den Teilnehmern wohlbekannte Phänomen der „Post-Chorwochen-Depression“, welche so manchen dazu veranlasst, die Tage bis zum nächsten Mal zu zählen?

Worte reichen nicht aus, um den Zauber der Chorwoche hinreichend auszudrücken. Doch laut E.T.A. Hoffmann beginnt ja gerade dort, wo die Sprache aufhört, die Musik. Wer also der bald erscheinenden Aufnahme des Abschlusskonzertes lauscht und genau hinhört, der wird sie sicher wiederfinden, diese unsagbare Begeisterung.

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Brief der Leitung der Katholischen Jugendbewegung in Deutschland an ihre Mitglieder Nr. 12/2009

3. Dezember 2009

Saarbrücken, 1. Dezember

Liebe KJBler,

mit dem 1. Adventsonntag hat das neue Kirchenjahr begonnen. Advent bedeutet Ankunft. Ankunft des Erlösers auf Erden.

Vier Wochen schenkt uns die Kirche, um sich auf Weihnachten vorbereiten zu können. Durch den großen Asketen, Johannes den Täufer ruft sie auch uns zu: „Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade.“ Keine krumme Touren mehr, sondern eine reinigende Beichte ist vor Weihnachten angesagt! Des Weiteren mögen Stille, Sammlung und Gebet uns helfen unsere Herzen für den Herrn zu bereiten.

Beim Gruppenführertreffen Anfang November in Saarbrücken hielt ich einen Vortrag über die heilige Schrift und empfahl dabei täglich 1 Kapitel aus dem Neuen Testament zu lesen. Nach dem Vortrag wurde ich gefragt, mit welchem Buch oder Brief man beginnen soll? Ich empfehle allen mit einem der vier Evangelien zu beginnen. Diese zeigen uns am Besten, wer Jesus war und was er für uns tat.

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Quo vadis – Wohin gehst du?

27. November 2009

von KJB Memmingen

So fragte Petrus einst den Herrn. Und sobald er die Antwort erhalten hatte, begriff Petrus – er kehrte um und lief geradewegs nach Rom in sein Martyrium.

Zum Paulusjahr haben wir, die KJB Memmingen, uns auf den Weg nach Rom gemacht, um dort in besonderer Weise den Fußstapfen des hl. Paulus nachzuspüren. Wir hatten die Ehre, Pater Kopf als geistliche Begleitung bei uns zu haben. Außergewöhnlich war wohl die Art unserer Reise – aber auch der hl. Petrus hatte bei seinen Reisen wahrscheinlich nur einen alten Stock dabei. So fuhren wir mit dem schon etwas abenteuerlichen alten Gemeinde- und Schulbus der Kirche St. Josef los in die ewige Stadt. Unser Anblick nach der langen Nacht muss wohl zum Erbarmen gewesen sein, oder aber die Höflichkeit der Römer verdient ein außerordentliches Lob, denn wir wurden mit Freundlichkeit empfangen. Und die Hilfe der Römer hatten wir auch bitter nötig bei den für „spießbürgerliche“ deutsche Verhältnisse sehr chaotischen Verkehrsmanieren der Italiener. Gleich nach Beziehen der Unterkunft machten wir uns auf den Weg zum Petersplatz. Der Dom, seine Kuppel und überhaupt der Gedanke, dass dieser Ort eine Heimat für jeden Katholiken darstellt, waren ein unbeschreibliches Erlebnis. Von da an besuchten wir jeden Tag diesen Ort, um alle Eindrücke festzuhalten und zu vertiefen.

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Skilager in Lienz 2010

24. November 2009

Liebe KJBler & Wintersportler,

Vom 14.02. – 20.02.2010 findet in Lienz/ Tirol wieder ein Skilager für alle KJBler und an der KJB interessierten jungen Leute (im Alter von 18 – 29 Jahren) statt.

Es können sowohl langjährige Skifahrer und Snowboarder, als auch Anfänger daran teilnehmen.

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Die falschen neuzeitlichen Wahrheitsphiliosphien (5. und letzter Teil)

20. November 2009

von Pater Gérard Mura

Die Wahrheit des philosophischen Realismus

Im Gegensatz zu den obigen falschen Lehren besitzt der philosophische Realismus die natürliche Gewissheit, dass die Wahrheit (besonders die Wirklichkeit der Welt) für den Menschen erkennbar ist. Eine solche natürliche Gewissheit nennt man auch Evidenz (Offenkundigkeit). Wenn der Realist behauptet, der philosophische Realismus sei wahr, entsteht kein Widerspruch wie im Fall der Grundannahmen der falschen Erkenntnistheorien. Wenn nämlich der Mensch Wahrheit grundsätzlich erfassen kann, dann kann er auch erfassen, welche philosophische Erkenntnistheorie die wahre ist.

Die Behauptung, der Skeptizismus sei sicher die richtige Philosophie, ist in sich selbst widersprüchlich und daher falsch. Dies wurde oben aufgezeigt. Folgt allein daraus schon mit logischer Notwendigkeit, dass der Realismus wahr sei? Oder was kann man rein logisch daraus folgern? Wäre der Realismus nicht wahr, dann wäre logischerweise auch jede andere mögliche Behauptung unsicher. Daraus folgt logisch: Wenn es überhaupt irgendeine sichere menschliche Behauptung gibt, dann ist der Realismus mit Sicherheit die richtige Philosophie. Mit anderen Worten: Wenn überhaupt irgendetwas behauptet werden kann, dann ist es die Wahrheit des philosophischen Realismus. Wenn also ein Philosoph irgendetwas fest behauptet, dann muss er konsequenterweise Realist sein und nicht Skeptizist.

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Die falschen neuzeitlichen Wahrheitsphiliosphien (Teil 4)

14. November 2009

von Pater Gérard Mura

Der sogenannte Empirismus: die Philosophie der Erfahrung

Eine andere Philosophie, welche die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen extrem eingrenzt, ist der Empirismus. Ein bedeutsamer Vertreter ist etwa David Hume (1711-1776). Diese Philosophie will uns weismachen, unsere Erfahrungen mit den Dingen und Ereignissen der Außenwelt führten uns nur zu einem Wissen über Einzeltatsachen.

Im Gegensatz dazu wissen wir aber alle, dass wir etwa durch die lebenslange Beobachtung von Einzeltatsachen auf irgendeine geheimnisvolle Weise zu einem sicheren allgemeingültigen Wissen über die Dinge dieser Welt gelangen können, was uns auch hilft, Zukünftiges abzusehen. So beobachtet man zum Beispiel, dass alle Gegenstände auf die Erde fallen, wenn sie keine Stütze haben, die sie hält. Oder man beobachtet und sieht ein, dass alle sinnlichen Lebewesen sterblich sind; dass zunehmende Wärme die Tendenz hat, die Körper aufzulösen usw. Und diese Erkenntnisse kann man auch schon im Voraus auf morgige Erfahrungen ausdehnen. Read more »

Die falschen neuzeitlichen Wahrheitsphiliosphien (Teil 3)

11. November 2009

von Pater Gérard Mura

Falsche Philosophien – Sie sind widersprüchlich und unhaltbar

Es sollen nun einige dieser falschen philosophischen Lehren über die menschliche Wahrheitserkenntnis benannt und kurz erklärt werden. Es sind Lehren, welche auch schon manche alte heidnische Griechen vertraten. Ihr werdet feststellen, dass Ihr diese Haltungen bei Euren Mitmenschen auch antrefft. Vielleicht werdet Ihr ähnliche Denkmuster sogar bei Euch selbst entdecken, über deren Gefährlichkeit Ihr Euch bisher noch wenig Gedanken gemacht habt.

Es soll nun deutlich gemacht werden, wie unhaltbar alle diese Lehren sind. Es ist nicht nötig, sie durch komplizierte Gedankengebäude zu widerlegen, da sie fast alle einen offensichtlichen Widerspruch in sich selbst – sozusagen sichtbar auf ihrer Stirn – tragen. Dadurch lösen sie sich selbst auf. Es verhält sich mit diesen Philosophien ähnlich wie im Fall des unvorsichtigen Försters, der den Ast absägt, auf dem er selbst sitzt. Dass diese offenen Widersprüche von den Verteidigern der Irrtümer kaum beachtet werden, liegt nicht an ihrer mangelnden Intelligenz, sondern in einer gewissen revolutionären geistigen Einstellung begründet. Die modernen Philosophen hegen nämlich in der Regel eine jahrhundertealte Abneigung und Verachtung gegenüber allen philosophischen Ansätzen, welche noch an der Möglichkeit echter Wahrheitserkenntnis festhalten. Zudem scheint in vielen Fällen die Überlegung atmosphärisch Pate zu stehen: Wenn man die natürliche Gotteserkenntnis bei den Menschen wirksam verunmöglichen will, darf man nicht bloß die Gültigkeit der Gottesbeweise angreifen, sondern muss viel gründlicher ans Werk gehen. Man muss gleichsam alle Wahrheitserkenntnis und die Methode der Beweisführung untergraben, weil man sonst nicht sicher genug ans Ziel kommt. Dies wurde von Friedrich Nietzsche klar ausgesprochen und ist offensichtlich der Hintergrund einer tiefen antimetaphysischen Grundhaltung (etwa des Neopositivismus).

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Die falschen neuzeitlichen Wahrheitsphiliosphien (Teil 2)

7. November 2009

von Pater Gérard Mura

Wie kam es zu solchen Irrtümern über die Wahrheit?

Wir können die Entwicklung der großen Irrtümer in der Neuzeit mithilfe eines kleinen Schemas deutlich machen. Diese Entwicklung kann man ziemlich einprägsam an drei bzw. vier Jahreszahlen festmachen. Die Angriffe auf den Glauben entfalteten sich in mehreren Schüben über Jahrhunderte, um zu unserer Zeit einen nie dagewesenen Höhepunkt zu erreichen. Und ein Schub löste nach einiger Zeit den nächsten aus. Diese Irrtümer kamen zuerst außerhalb der Kirche auf. Am Ende wurden sie in abgemilderter Form in das Innere der Kirche aufgenommen: So empfingen diese Irrtümer im Modernismus und Progressismus, gewissermaßen ihre „Taufe“.WILeninOktRevolution

Oktoberrevolution in Russland 1917

Seit einem halben Jahrtausend führen die Kämpfe der Welt gegen die Wahrheit des Christentums bzw. der katholischen Kirche zu immer tieferen und gefährlicheren Irrtümern oder Revolutionen. Es ist recht interessant zu sehen, dass die fundamentalsten Entwicklungen der Neuzeit durch drei Jahreszahlen charakterisiert werden können. Es sind die Jahre 1517 (Protestantismus), 1717 (Freimaurerei) und 1917 (Kommunismus). In diesen drei Zeitangaben offenbart sich ein durchaus systematisches Fortschreiten des Abfalls von der Wahrheit Gottes im Abendland und darüber hinaus. 1517 ist das Jahr des Thesenanschlags Luthers zu Wittenberg, 1717 das Jahr der Gründung der Freimaurerei und 1917 das Jahr der kommunistischen Revolution in Russland, der ersten Verwirklichung eines kommunistischen Staates.

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Die falschen neuzeitlichen Wahrheitsphiliosphien (Teil 1)

2. November 2009

von Pater Gérard Mura

Geschichtliche Untersuchungen

Die Glaubenskrise ist nicht nur eine religiöse Krise

Die moderne Krise des Glaubens ist nicht nur eine rein religiöse Krise. Vielmehr reichen die Fehlhaltungen viel tiefer. Der Glaubensverfall wurzelt tatsächlich in einer irgendwie umfassenderen Schwierigkeit, die das menschliche Denken überhaupt betrifft – und nicht nur das Christentum. Der Glaubensverfall hängt nämlich mit einer Krise der grundsätzlichen Wahrheitsfähigkeit des menschlichen Denkens zusammen. Man glaubt grundsätzlich nicht mehr, dass der Mensch fähig sei, die Wahrheit zu erkennen.

Die Glaubenskrise wurzelt in einer Krise der Philosophie

Ist der Mensch überhaupt fähig, Wahrheit zu erkennen, oder ist er es nicht? Diese Frage, die der unverbildete Mensch natürlicherweise mit „Ja“ beantwortet und die auch vom griechischen Philosophen Sokrates bis hin zu den Grenzen der Neuzeit selbstverständlich bejaht wurde, wird – mehr oder weniger differenziert – von fast allen neuzeitlichen Philosophen (Denkern) rundweg verneinend beantwortet.

Dieses zunehmende Misstrauen bezüglich der Fähigkeit des menschlichen Erkennens setzte mit dem englischen Philosophen Wilhelm von Ockham (1300-1349) ein. Die kritische Haltung erhielt neuen Schwung durch die neuartige Sichtweise des Erkennens von René Descartes (1596-1650), deren Konsequenzen besonders von Immanuel Kant folgerichtig weitergeführt wurden (1724-1804).

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Christkönigstreffen in Salzburg

27. Oktober 2009

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Am vergangen Wochenende fand das alljährliche internationale KJB-Treffen statt. Gastgeberland war Österreich, Veranstaltungsort Salzburg. Rund 200 Jugendliche aus dem Dreiländereck (Deutschland, Schweiz und Österreich) nutzen diese Gelegenheit und nahmen die teilweise stundenlangen Reise auf sich, um alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue Gesichter kennenzulernen. Nicht nur die malerisch schöne Kultur- und Geburtstadt Mozarts, sondern auch die geistigen Früchte zahlten sich wohl für alle aus.

Hier ein kleine Auswahl an den ersten eingetroffenen Bildern.

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Grußwort von Pater Jean-Jacques Udressy im DGW 3/2009

16. Oktober 2009

PU_ausgeschnittenLiebe KJBler,

erlaubt mir, auf die Jahreslosung zurückzukommen, um mit Euch über den Mut zu sprechen. „Alles vermag ich in dem, der mich stärkt!“ Dieser Satz des hl. Apostels Paulus soll uns nämlich Mut machen. Mut braucht jeder, der im geistlichen Leben voranschreiten will. Es sind aber allerlei Gründe, die uns veranlassen wollen, den Mut zu verlieren. Angesichts der heftigen Versuchungen und Lockungen der Welt, der zahlreichen Angriffe der Gegner Gottes und der Kirche und auch angesichts unserer Schwächen kann die Versuchung zu kapitulieren groß sein. Das aber stellt eine große Gefahr für unser Heil dar. Somit ist es entscheidend, unsere Mutlosigkeit zu bekämpfen, wenn sie uns beschleicht, und unser Vertrauen wieder neu zu entfachen. Der Mut bringt nämlich Kraft. Der Erfolg einer Seele, die ihre Heiligung anpackt, hängt zum großen Teil von dem Vertrauen ab, das sie belebt. Ein großes Vertrauen wird sie zu großzügigen Anstrengungen anregen, und sie wird trostvolle Ergebnisse erreichen. Allerdings geht es hier nicht um ein natürliches Vertrauen, das auf ein starkes Selbstbewusstsein und auf die eigenen Kräfte baut, sondern um ein übernatürliches, das auf der Allmacht und Güte Gottes beruht. Ist eine Seele entmutigt, dann ist sie wie gelähmt, kraftlos, zu nichts mehr fähig. Verliert sie aber den Mut nicht, so wird sie sich auch nach dem Fall wieder erheben, selbst wenn sie in schwere Sünden gefallen ist. Sie wird ihre Fehler und schlechten Gewohnheiten beharrlich bekämpfen, denn sie ist fest überzeugt, dass sie mit der Hilfe Gottes die Hindernisse in ihrem geistlichen Leben überwinden kann. Read more »

Paulus von Tarsus – Der Wortgewaltige

10. Oktober 2009

NT-ZweiteMissPaulusPaulus war als ehemaliger Pharisäer mit der Heiligen Schrift bis ins Kleinste vertraut: Auf das Wort Gottes galt es ihm zu hören und es auf die praktischen Fragen der individuellen Lebensführung hin zu interpretieren, kurz, Gottes Gebote und Verbote strikt zu befolgen. Das Wort Gottes des Alten wie des Neuen Bundes war für Paulus nie nur ein Bericht über die Geschichte und die Wirklichkeit gewesen, sondern stets auch das, was die geschaffene Wirklichkeit hervorgebracht hat und bis in die Gegenwart hinein trägt. Das durch die Propheten und durch Gottes Sohn geoffenbarte Wort – insbesondere das Evangelium (wenn auch noch ungeschrieben) – war in Paulus’ Augen die Kraft Gottes selbst. „Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Es ist ja eine Gotteskraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zunächst für den Juden, dann auch für den Heiden“ (Röm 1,16). Der Glaube war es, der Paulus zum Reden drängte, und er war fest davon überzeugt, dass er ohne die Verkündigung des Glaubens die Menschen nicht zu Christus führen könne: „Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie von ihm hören, wenn ihnen niemand predigt?“ (Röm 10,14)
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